Abo

Video: Wochenrückblick KW 36 2018

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 1. bis 7. September 2018 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 36 2018

Daimler präsentiert Elektro-SUV

[Anmoderation] Der Daimler-Konzern will die EQ-Serie für Elektroautos etablieren. Das erste Modell der Reihe hat der Autohersteller in Schweden präsentiert.

[Bericht] Mit seinem neuen Elektroauto EQC will der Autohersteller Daimler neue Käuferschichten erschließen. Das SUV stehe für "progressiven Luxus", sagt er. Neben dem umweltfreundlichen Antrieb wirbt das Unternehmen mit einer neuen Elektro-Ästhetik sowie einem umfangreichen Mobilitätsangebot. Bei den nackten Zahlen wird der EQC aber von der Konkurrenz des Tesla Model X und Audi E-Tron abgehängt. Er lädt beispielsweise langsamer und hat eine geringere Akkukapazität. Gut 400 Kilometer sollen Fahrer mit dem Auto kommen. Das wollen die Ingenieure mit Hilfe eines ausgeklügelten Leistungs- und Batteriemanagements erreichen. Auf den Markt kommt der EQC erst Mitte nächsten Jahres. Auch in diesem Punkt hinkt Daimler noch hinterher.

Multiport-Box statt Spleißen

Eine Entwicklung des Herstellers Corning, die Multiport-Box, macht das oberirdische Verlegen von Glasfaser einfacher, weil das Spleißen überflüssig wird. Immer öfter fragen Gemeinden die Deutsche Telekom, ob ihre Masten genutzt werden können, und die Glasfaser wird aufgehängt.

BeA wieder online

Das aufgrund diverser Sicherheitslücken acht Monate lang stillgelegte besondere elektronische Anwaltspostfach ist am Montag wieder online gegangen. Trotz der langen Überarbeitungsphase hat es weiterhin mehrere Schwachstellen. Besonders schwerwiegend: Ein Angreifer mit Serverzugriff könnte die Java-Script-Software verändern und Nachrichten mitlesen.

Krimi im All

[Anmoderation] Wer hat das Loch ins Sojus-Raumschiff gebohrt?

[Bericht] Ein kleines Loch hat vergangene Woche einen Druckabfall auf der ISS verursacht, seit dieser Woche beschäftigt sich eine Untersuchungskommission mit der Frage, wie es hineingekommen ist. Ein Meteoriteneinschlag konnte schnell ausgeschlossen werden, das Loch ist offenbar von einem Menschen gebohrt worden. Laut dem Roscosmos-Chef Dimitri Rogozin wird nun untersucht, ob das auf der Erde oder im All geschehen ist und ob es sich um einen Unfall oder Absicht handelte. Die derzeit wahrscheinliche Hypothese ist, dass ein Mechaniker auf der Erde es versehentlich hineingebohrt und notdürftig abgedichtet hatte. Gefahr droht indes nicht mehr. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der das Loch entdeckt hat, hat es auch abgedichtet - zuerst mit dem Finger und dann mit Klebeband ab. Inzwischen es dauerhaft gestopft. Auch der Rückflug zur Erde ist nicht gefährdet, weil sich das Loch in einem Teil des Raumschiffs befindet, der vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abgetrennt wird.

Lift ins All

Was bisher noch Science Fiction ist, soll Realität werden: Eine Universität und ein Unternehmen aus Japan wollen ein Weltraumaufzug entwickeln. Sie wollen dazu in der kommenden Woche ein Experiment auf die ISS schicken: einen Aufzug aus Minisatelliten. Damit soll gestetet werden, ob das Prinzip funktioniert.

Künstlicher Doppelgänger

In Deutschland ist die Art-Selfie-Funktion von Googles App Arts & Culture gestartet. Damit können Nutzer ein Selbstporträt aufnehmen und Gemälde nach einen Doppelgänger durchsuchen. Die Ergebnisse sind manchmal witzig, häufig ähneln uns die angezeigten Personen aber nicht.

Probleme mit der Cloud

Microsoft beendet die deutsche Cloud. Die Begründung: Die Nachfrage ist einfach zu gering. Stattdessen sollen die bisherigen Nutzer der deutschen Cloud Micrsosofts Azure nutzen, das ebenfalls DSGVO-konform sein soll. Ausfallsicher ist sie dagegen nicht: Ein Sturm legte in dieser Woche Azure im Südwesten der USA lahm. Davon waren auch internationale Kunden betroffen.

Neue Systemkamera von Canon

Canon hat mit der EOS R eine neue spiegellose Systemkamera mit Vollformatsensor vorgestellt. Die Kamera kommt mit einem neuen Bajonett und einem hochauflösenden digitalen Sucher. Videos können in 4K aufgenommen werden, allerdings offenbar nicht mit 60 fps - was angesichts eines Basispreises von 2.500 Euro etwas enttäuschend ist.

Battlefield Royale

Konkurrenz für Pubg [spricht sich wie das englische "Pub" - also Kneipe - und dann noch ein weiches "Dschee" hintendran] und Fortnite: Sowohl Battlefield 5 als auch das nächste Call of Duty wollen eigene Versionen von Battle Royale anbieten. In Battlefield 5 kämpfen bis zu 64 Soldaten um den Sieg, während sich um sie herum ein Feuerring zusammenzieht. Bei Black Ops 4 können bis zu 80 Teilnehmer antreten - was dort für die Spielfeldbegrenzung sorgt, ist noch nicht bekannt.

Hui Spinne

Der Spinnenanzug riecht schon streng, die Miete ist nicht bezahlt und dann ist da noch die Sache mit den Superschurken: In Spider-Man gibt es viele Herausforderungen. Im Test hat es uns richtig viel Spaß gemacht, am seidenen Faden durch die Straßenschluchten des frei zugänglichen New York zu schwingen und gegen Verbrecher zu kämpfen.

Folgen Sie uns