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Video: Wochenrückblick KW 12 2018

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 17. bis zum 22. März 2018 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 12 2018

Tödlicher Unfall mit Uber  

[Anmod.] Der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto hat eine Debatte über die Zuverlässigkeit der Technik ausgelöst. Viele Fragen zum Unglückshergang sind aber noch offen.  

[Bericht:] Im US-Bundesstaat Arizona hat es erstmals einen tödlichen Unfall mit einem autonomen Auto gegeben: Ein Testauto des Fahrdienstes Uber überfuhr eine Frau, die ihr Fahrrad nachts über eine unbeleuchtete Straße schob. Die Polizei hat ein Video des Unfallhergangs veröffentlicht. Demnach scheint die Testfahrerin kurz vor der Kollision abgelenkt gewesen zu sein. Experten gehen aber davon aus, dass die autonome Technik des Volvo-Testautos die Kollision hätte vermeiden müssen. Uber und Toyota stoppten nach dem Unfall ihre Testprogramme für autonome Autos. Firmen wie Google oder General Motors testen ihre selbstfahrenden Autos jedoch weiter in US-amerikanischen Großstädten.

Keine Telekom-Firmware  

Wer sich künftig ein Smartphone im Rahmen eines Vertrags bei der Deutschen Telekom besorgt, bekommt das Gerät ohne angepasste Firmware. Auch die sonst üblichen Telekom-Apps sind nicht mehr vorinstalliert. Dadurch will die Telekom Android-Updates schneller als bisher anbieten können.  

Ende des Geoblockings  

Ab 1. April fallen für kostenpflichtige Streaming-Dienste die Ländersperren weg, wenn der Nutzer sich zeitweilig in einem anderen EU-Land aufhält. Die Nutzung von bereits bezahlten Diensten ist allerdings auf einen vorübergehenden Aufenthalt begrenzt.

Wahlkampf mit Facebook  

[Anmod.] Millionen Facebook-Nutzerdaten sollen im US-Wahlkampf missbraucht worden sein. Nach tagelangem Schweigen zu dem Skandal sagt Konzernchef Mark Zuckerberg „Sorry!“.  

[Bericht] Es könnte das größte Datenleck in Facebooks Geschichte sein: Einem Bericht von BBC zufolge hat das britische Unternehmen Cambridge Analytica Facebook-Nutzerdaten von 50 Millionen US-Wählern abgegriffen. Ein Algorithmus wertete deren Ängste und Sorgen aus, was die Wahl zugunsten von Donald Trump beeinflusst haben könnte. Laut dem Camebridge-Analytica-Gründer wurde das Projekt vom konservativen Milliardär Robert Merer und seiner Tochter finanziert. Auch der Breitbart-Autor und damalige Chef der Trump-Wahlkampagne Steve Bannon soll involviert gewesen sein.

Mark Zuckerberg entschuldigte sich nach vier Tagen des Schweigens mit offenbar auswendig gelernten Worten und versprach, die Nutzerdaten künftig besser zu schützen. Facebook soll sich nun vor europäischen Datenschutzgremien verantworten. Unter dem dem Hashtag #deletefacebook plädieren Nutzer dafür, das Netzwerk zu verlassen.

Steuer auf Digitalgeschäfte  

Die EU-Kommission will künftig IT-Konzerne stärker zur Kasse bitten. Die Firmen sollen auch in solchen Ländern Steuern zahlen, in denen sie keine physikalische Niederlassung haben. Auf Umsätze mit digitalen Geschäften sollen sie drei Prozent Umsatzsteuer zahlen.  

Mehr Linux, weniger offline  

Microsofts neues Betriebssystem Windows Server 2019 soll mit Kubernetes und der Unterstützung für Linux-Container mehr Wert auf Open Source legen. Die Benutzeroberfläche stellt Project Honululu, die Sicherheit Windows Defender ATP. Beim nächsten großen Windows-10-Update mit dem Namen Redstone 4 wird die Installationszeit verkürzt: Ein PC soll dann nur 30 Minuten nicht genutzt werden können, dafür muss Windows das Update als Hintergrundprozess länger laufen lassen.  

Fast echte Lichtstrahlen

[Anmod.] Vor allem eine neue Technologie hat bei den vielen Tausend Entwicklern auf der Game Developers Conference 2018 in San Francisco für Gesprächsstoff gesorgt: das sogenannte Raytracing

[Bericht:] Raytracing ist die Darstellung von Licht und Schatten durch das Nachbilden von physikalisch weitgehend korrekten Lichtstrahlen. Damit sind unfassbar echt aussehende Umgebungen möglich, wie unter anderem Epic Games, Nvidia und Industrial Light and Magic anhand einer in Echtzeit berechneten Grafikdemo zeigten - wir haben uns übrigens selbst überzeugt, dass da nicht einfach nur ein Film ablief, sondern dass der Rechner gearbeitet hat. Aber es gab noch weitere Themen, über die wir vor Ort berichtet haben, etwa den Umgang mit Hass in den Communitys von Onlinespielen oder mit dem Erzählen von linearen Geschichten in offenen Welten.    

Freies WLAN registrieren  

Städte und Gemeinden in Europa können auf Zuschüsse für freie WLAN-Hotspots hoffen. Die EU will bis zu 8.000 Projekte mit jeweils 15.000 Euro unterstützen. Eine Registrierung ist bereits möglich. Bewerbungen folgen Mitte Mai.  

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