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Video: Wochenrückblick KW 02 2018

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 6. 2017 bis zum 12. Januar 2018 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 02 2018

Sprachassistenten, TVs und Notebooks

[Anmod] Eine der wohl regenreichsten CES der jüngeren Geschichte ist vorbei – inklusive Stromausfall und Verkehrschaos. Wir haben einiges gesehen, im Fokus der Elektronikmesse standen besonders PC-Hardware, intelligente Fernseher und Sprachassistenten auf allen denkbaren Geräten.

[Bericht] Fernseher werden von Messe zu Messe größer, auch in Las Vegas war viel von 8K die Rede. Interessanter dürften allerdings die Möglichkeiten sein, die künstliche Intelligenz im TV-Bereich bieten kann. Dank KI wollen Hersteller wie Samsung und LG nicht nur die Bedienung vereinfachen und die Fernseher zu Smart-Home-Hubs machen, sondern auch die Bildqualität verbessern. Samsung hat einen entsprechenden Algorithmus gezeigt, die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus – allerdings könnte es noch dauern, bis die Technik die Masse erreicht.

Ein weiteres großes Thema waren Sprachassistenten, allen voran die von Google und Amazon. Sie kommen unter anderem auf smarte Brillen, Kopfhörer, Headsets, Fitnessarmbänder, Smartwatches und in Autos – wie sinnvoll die Sprachbedienung bei den jeweiligen Gerätegattungen ist, sei dahingestellt. Smarte Lautsprecher dagegen bedeuten zuhause einen netten Komfortgewinn und Google ist hier eine Überraschung gelungen: Zusammen mit Partnern zeigte es die ersten Konkurrenzprodukte zu Amazons Echo-Geräten mit Google Assistant. Lenovo und JBL haben hier vorgelegt und zumindest Lenovo ist vom Preis konkurrenzfähig zu Amazon.

Im Hardware-Bereich gab es vor allem Neuerungen von AMD und Intel und sogar eine Kooperation beider Hersteller. Kaby Lake G heißt das Projekt, das einen Intel-Quadcore und eine Radeon-Grafikeinheit verbindet. Das kompakte Package ermöglicht kleine Mainboards und soll besonders effizient sein. Erste Notebooks damit stammen von Dell und HP. Kurz vor der CES hat AMD einen eigenen Tech Day abgehalten: Dort kündigte der Hersteller die zweite Ryzen-Generation an. Die Desktop-CPUs sollen im April 2018 erscheinen.

Geheimnis der Vectoring-Förderung

Das Bundesverkehrsministerium macht weiterhin keine klaren Angaben dazu, welchen Anteil echte Glasfaserzugänge an der staatlichen Förderung haben. Wenn 95 Prozent wie behauptet in Glasfasertechnologie fließen, werden höchstwahrscheinlich Fiber To The Curb, Fiber To The Building und Fiber To The Home zusammengerechnet. Selbst im Kupferanschlussnetz werden keine Kupferanschlüsse gefördert, sondern die Glasfasererschließung der Kabelverzweiger.

Skepsis beim Batterieantrieb

Automanager sind nach wie vor skeptisch, ob Elektroautos mit Batteriebetrieb erfolgreich sein werden. Die Unternehmensberatung KPMG hat weltweit Manager befragt, mehr als die Hälfte von ihnen rechnet damit, dass die Verbreitung vollelektrischer Autos an der erforderlichen Ladeinfrastruktur scheitern wird. Selbst Topmanager deutscher Autokonzerne sind darunter. Die große Mehrheit der rund 900 Befragten erwartet hingegen einen Durchbruch bei der Brennstoffzelle.

Aufräumarbeiten für Spectre & Meltdown

[Anmod.] Auch in der Woche nach den Meltdown- und Spectre-Enthüllungen scheinen viele Hersteller mit den Antworten auf die Sicherheitslücken noch überfordert zu sein. Nach den Microsoft-Patches fangen Hersteller an, Bios-Updates zu verteilen.

[Bericht] Die Ausnutzung der Meltdown-Lücke in Intel-CPUs lässt sich über das Windows-Update verhindern, auch andere Betriebssyteme haben entsprechende Patches für den Translation Lookaside Buffer veröffentlicht. Um die zweite Sicherheitslücke mit dem Namen Spectre zu schließen sind allerdings Mikrocode-Updates für die CPU notwendig. Spectre betrifft praktisch alle modernen CPUs in Computern und Smartphones.

Intel hat notwendige Mikrocode-Updates bereits an die OEM-Hersteller verteilt, die meisten Nutzer sollten diese in Form von Firmware- oder UEFI-Updates bekommen. Lediglich Microsoft-Geräte bekommen die neue Firmware über ein Windows-Update. AMD verteilt "optionale" Updates,  ARM stellt für einige Chips Firmware-Updates bereit.

Bei den durch die Updates zu erwartenden Performanceverlusten zeigt sich mittlerweile ein klareres Bild: Privatnutzer sind umso mehr betroffen, je älter ihr System und ihre CPU sind. Bei aktuellen CPUs hingegen soll der Verlust im einstelligen Prozentbereich liegen. Betroffen sind vor allem Nutzer, die viele I/O-Operationen durchführen. Wer also regelmäßig in Datenbanken schreibt, muss sich auf eine erhöhte Last einstellen. Das gilt auch unter Linux. Besonders betroffen scheinen zudem Rechner zu sein, die SSDs verwenden.

ARD will Geld

Die ARD fordert eine Erhöhung der Rundfunkgebühren ab dem Jahr 2021 für vier Jahre als Inflationsausgleich. Knapp 8 Milliarden Euro seien nicht mehr ausreichend. In der Schweiz wird bald über die Zukunft des Rundfunkbeitrags abgestimmt, viele Künstler setzen sich für ihre Rettung ein.

Tesla installiert Solardächer

Bisher haben nur Elon Musk und einige andere wichtige Tesla-Mitarbeiter ein Solar Roof, ein Dach, dessen Schindeln Photovoltaikmodule sind. Aber nach einigen Verzögerungen bei der Produktion der Schindeln hat Tesla mit der Installation der Solaranlagen bei den ersten regulären Kunden begonnen, die ihre Solardächer im vergangenen Jahr bestellt hatten.

Mission missglückt

Das Warten hat sich nicht gelohnt: Eine geheime Mission von SpaceX im Auftrag der US-Regierung ist mutmaßlich gescheitert. Der erste Teil des Flugs in den Weltraum am Sonntag verlief normal. Beim Aussetzen der Nutzlast gab es jedoch Probleme, der Satellit Zuma ging offenbar verloren. Da die Mission streng geheim war, gibt es keine Aussage von offizieller Seite.

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