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02.12.2017 / 09:05

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Wochenrückblick KW 48 2017

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 25. November bis zum 1. Dezember 2017 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 48 2017

Video: Wochenrückblick KW 48 2017 (5:05)

­ Wurm im Apfel

[Anmoderation] Der Facepalm der Woche geht an Apple: Ein türkischer Entwickler hat herausgefunden, dass Nutzer von MacOS High Sierra ganz einfach Root-Status auf dem Gerät bekommen können.

[Bericht] Der Fehler lässt sich in der Benutzerverwaltung von Apple ausnutzen, wo die eigentlich vorgesehene Administrator-Authentifizierung umgangen wird, indem der Benutzer root eingetragen wird. Das Passwortfeld muss lediglich angeklickt werden, kann aber leer bleiben. Ist der Root-Zugang auf diese Weise angelegt, kann er auch beim Login-Prompt genutzt werden.

Es ist nicht der erste Fehler im aktuellen Release MacOS High Sierra. Apps können nach wie vor ohne Admin-Rechte Passwörter aus dem Schlüsselbund auslesen, außerdem zeigte der Passworthinweis für verschlüsselte Volumes zwischenzeitlich das Passwort selbst an.

Apple entschuldigte sich in einem Statement für den Fehler und kündigte an, seine Entwicklungsprozesse umzustellen, um ähnliches in Zukunft zu verhindern. Außerdem hat Apple bereits einen Patch veröffentlicht, der das Problem behebt. Das Unternehmen ist mit dem Fehler nicht allein. Erst vor einer Woche wurde bekannt, dass das Sicherheitsunternehmen Fortinet vergessen hatte, das Admin-Passwort richtig zu prüfen – und beliebige Zeichenfolgen akzeptierte.

Schwarzfahrer trotz Online-Ticket

Wer sich beim VBB ein Online-Ticket kauft, muss aufpassen, wie ein Redakteur von Bild.de erlebt hat: Wer nicht mindestens zwei Minuten vor Abfahrt sein Ticket gekauft hat, gilt als Schwarzfahrer. So soll verhindert werden, dass Fahrgäste ihr Ticket erst während einer Kontrolle kaufen. Die Regel ist aber kaum dokumentiert. Rückmeldungen von Golem.de-Lesern lassen vermuten, dass das Problem auch in anderen Verkehrsverbünden besteht.

Kryptomining mit Supercharger

Ein Tesla-Nutzer hat sich ein Mining-Rig mit 16 Grafikkarten in den Kofferraum seines Model S gebaut. Doch selbst wenn der Strom des Superchargers kostenfrei genutzt werden kann, dürfte das kaum ein lohnendes Geschäftsmodell sein. Während des Mining-Prozesses ist es zum Fahren zu warm, außerdem sinkt die Reichweite dramatisch.

LCD gegen OLED

[Anmoderation] Wir haben in dieser Woche das Lenovo Thinkpad X1 Yoga getestet, ein 360-Grad-Convertible. Uns hat dabei besonders interessiert, wie sich das Modell mit LC- gegen das mit OLED-Bildschirm schlägt.

[Bericht] Das X1 Yoga ist ein 360-Grad-Covertible, das 14-Zoll-Display kann auf die Rückseite geklappt werden. Die Eingabegeräte sind Thinkpad-typisch sehr gut. Es gibt hat zwei Thunderbolt-3-Ports, drei USB-3.0-Typ-A-Buchsen, einen HMDI-Ausgang, Mini-Ethernet, einen Micro-SD-Kartenleser und einen SIM-Schacht. Uns gefällt das Gerät mit OLED-Bildschirm besser als das mit LCD: Die Farben sind kräftiger und der Kontrast sowie der Schwarzwert überzeugen. Einzig die Helligkeit ist niedrig, zumal das Display spiegelt. Bei der Laufzeit geben sich beide Varianten wenig, da der dargestellte Inhalt entscheidet. Lenovo verkauft Convertible für mindestens 1.700 Euro, die OLED-Variante kostet satte 2.700 Euro.

Bitte lächeln

Foto her, oder es gibt keinen Zugriff mehr aufs eigene Profil: Das kann Nutzern von Facebook künftig wohl tatsächlich passieren. Das Netzwerk verlangt von einen Mitgliedern derzeit ein Portraitbild - damit sollen sie beweisen, dass sie kein Bot sind. Wer kein Bild einschicken möchte, hat zumindest nach aktuellem Stand keine andere Möglichkeit, sich Zugang zu verschaffen.

Starke Muskulatur

Er wiegt selbst nicht einmal 3 Gramm, kann aber ein 3 Kilogramm schweres Objekt heben: Wissenschaftler aus den USA haben einen sehr leistungsfähigen künstlichen Muskel entwickelt. Mit dem Muskel, der zudem noch günstig und einfach herzustellen ist, ließen sich Roboter für fast jede Aufgabe zu bauen, sagen die Entwickler.

Der elektrifizierte Lkw

[Anmoderation] Spediteure müssen bei der Elektrifizierung ihrer Lkw-Flotte nicht unbedingt auf neue Modelle wie den Streetscooter warten. Wir haben uns ein Unternehmen angeschaut, das Elektroantriebe in Diesel-Lkw einbaut.

[Bericht] Die Firma Orten Fahrzeugtechnik aus dem Moselort Bernkastel-Kues (Sprich: Kuhs) rüstet beispielsweise Mercedes-Sprinter oder auch 7,5-Tonner um. Dazu muss zunächst der komplette Antrieb entfernt werden. Anschließend werden Elektromotor, Batterien und Steuerung eingebaut. Das dauert derzeit sechs Monate. Der Vorteil für die Speditionen: Die Fahrzeuge haben den gewohnten Komfort und die bisherige Ausstattung. Das elektrische System stammt von der schwäbischen Firma Efas. Diese hat schon mehr als 140 Lieferwagen von UPS umgerüstet. Damit könnten Spediteure auch dann in Innenstädte fahren, wenn Gerichte Fahrverbote für Diesel-Lkw verhängen sollten. Die Umrüstung eines Sprinters kostet mindestens 80.000 Euro. Orten will künftig auch größere Lkw elektrifizieren. Größere Montagehallen werden schon gebaut. Ob die Bundesregierung auch die Umrüstung bestehender Lkw fördert, entscheidet sich bis zum Jahresende.

Freie Spracherkennung

Mozilla hat ein Modell zu Spracherkennung unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Dieses Deep-Speech-Modell ist bereits trainiert und lässt sich sofort für English einsetzen. Die Daten für das Training stammen aus dem Common-Voice-Projekt. Künftig sollen Common Voice und Deep Speech auch für anderen Sprachen bereitstehen.

Übelkeit beim Spieletest

Es kommt nicht oft vor, dass uns bei Spieletests übel wird- bei Skyrim VR ist es passiert. Das lag daran, dass das Rollenspiel inhaltlich nicht für Virtual Reality optimiert ist und es viele problematische Treppen und Gänge gibt. Davon abgesehen ist der Ausflug in die Fantasywelt trotz der angestaubten Grafik beeindruckend. Jetzt haben wir wirklich das Gefühl, in Himmelsrand waren gewesen zu sein.

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