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Video: Intel Core i9-9900K - Test

Der Core i9-9900K ist ein Octacore-Prozessor im 14-nm-Verfahren. Die Platine und der Chip darunter sind recht dick, was wohl der hohen Leistungsaufnahme geschuldet ist. Erstmals seit 2011 verlötet Intel den Metalldeckel wieder, anstatt Wärmeleitpaste zu verwenden.

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Intel Core i9-9900K - Test

Der Core i9-9900K ist Intels erster Octacore-Prozessor für einen Mittelklassesockel und auch der erste Core i9 für eine solche Plattform. Er passt in den LGA 1151 v2 und ist zu älteren Mainboards mit Z370 oder B360 Chip kompatibel. Um das i9 im Namen zu rechtfertigen, weist der 9900K acht statt sechs Kerne auf und erreicht einen Takt von bis zu 5 GHz.

Das Design wurde von Intel neu entwickelt, es basiert auf dem 14 nm Verfahren und wird für alle intern Coffee Lake Refresh genannten Modelle verwendet. Dazu gehören noch der Core i7-9700K und der Core i5-9600K. Ein Blick auf den 9900K zeigt, dass Platine und Chip deutlich dicker sind als beim bisherigen 8700K. Den schützenden Metalldeckel, den Heatspreader, verlötet Intel erstmals seit 2011 wieder, statt Wärmeleitpaste zu verwenden.

Das verringert die Temperatur – was auch dringend notwendig ist, denn der 9900K produziert enorm viel Abwärme, wenn er nicht gedrosselt wird. Mit den von Intel offiziell genannten 95 Watt muss der Octacore seinen Turbotakt reduzieren, erst mit 200 Watt kann er ihn voll ausfahren. In Anwendungen wie Blender oder x265 Encoding rechnet der 9900K dann deutlich schneller.

Generell ist der Chip der flotteste Prozessor für Mittelklassesysteme: Er schlägt den Core i7-8700K und den Ryzen 7 2700X bei Produktivaufgaben locker. Einzig bei Singlethread-Software fällt der Abstand gering aus. In Spielen liefert der 9900K die höchsten Bildraten, der Unterschied zum Vorgänger oder zum AMD-Chip ist oft aber mehr messbar als spürbar.

Zumindest ungedrosselt fällt die Leistungsaufnahme unter Last extrem hoch aus, selbst sehr gute Luftkühler wie unser Noctua kommen hier an ihre Grenze. Wir raten dazu, den Chip im UEFI auf 180 Watt oder weniger einzustellen. Hinzu kommt der Preis: Intel ruft über 550 Euro auf, der ebenfalls achtkernige Ryzen 7 2700X kostet nur gut 300 Euro.

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