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Video: Threadripper 2990WX - Test

Wir testen den Ryzen Threadripper 2990WX, den ersten 32-Kern-Prozessor für High-End-Desktops. In Anwendungen wie Blender oder Raytracing ist er unschlagbar schnell, bei weniger gut parallisierter Software wie Adobe Premiere oder x265 wird er aber von Intels ähnlich teurem Core i9-7980XE überholt.

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Threadripper 2990WX - Test

AMDs neuer Ryzen Threadripper 2990WX ist die erste 32-Kern-CPU für Highend-Desktops. Der Prozessor der zweiten Threadripper-Generation wird wie seine Vorgänger im riesigen Sockel TR4 verschraubt und erfordert aufgrund von 250 Watt thermischer Verlustleistung einen leistungsstarken Kühler. Da der Chip ein Quadchannel-Interface aufweist, sollten mindestens vier Speichermodule eingebaut werden. Wir verwenden 32 GByte DDR4-3200, takten diese aber gemäß AMDs Spezifikationen mit DDR4-2933. Die 32 Kerne des Threadripper setzen sich aus vier einzelnen Chips zusammen, die per Fabric kommunizieren. Zwei der Dies steuern dabei je ein Dualchannel-Interface und die PCIe-Lanes bei, die beiden anderen sind reine Compute-Chips. Der Threadripper 2990WX mit 32 Kernen und 64 Threads eignet sich besonders gut für Render-Software wie Blender, wo er Intels Core i9-7980XE mit 18 Kernen klar schlägt. Bei Programmen wie Adobes Lightroom wird der AMD-Chip trotz voller Auslastung durch das Speicher-Interface ausgebremst, acht Kanäle wie bei den Epyc-CPUs für Server würden hier helfen. In solchen Fällen ist der ebenfalls neue Threadripper 2950X mit 16 Kernen schneller, auch bei weniger gut parallelisierter Software wie Adobe Premiere schneidet der 32-Core-Prozessor schlechter ab. Grundsätzlich eignet sich der Threadripper 2990WX zwar für Spiele, allerdings kommen Titel wie Assassins Creed Origins mit der Vier-Chip-Topologie nicht zurecht und laufen sehr langsam. Abhilfe schafft der Ryzen Master: In dem Tool können wir zwei oder drei Dies abschalten, dann reiten wir flüssig durch das alte Ägypten. Wir empfehlen den 1800 Euro teuren Threadripper 2990WX den Nutzern, die sehr viel Render- oder Raytracing-Software verwenden und sie wissen, dass Speicherbandbreite nicht der limitierende Faktor ist. Alle anderen greifen zu einem Epyc-Server-Chip mit Octachannel-Interface und kaufen den günstigeren Threadripper 2950X mit 16 Kernen, der für XXX Euro ein guter Allrounder ist.

Silberfan 12. Sep 2018

AMD zeigt nach und nach wozu die Sachen die Sie produzieren in der lage sind. Nach der...


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