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08.01.2018 / 19:58

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Meltdown und Spectre - Bericht

Wir fassen den Stand der Dinge zu Meltdown und Spectre in einem kurzen Video zusammen.

Meltdown und Spectre - Bericht

Video: Meltdown und Spectre - Bericht (1:30)

Die Sicherheitslücken in modernen Prozessoren mit den Namen Meltdown und Spectre beschäftigen Computernutzer seit der vergangenen Woche. Von Meltdown sind Intel-CPUs betroffen, Spectre betrifft auch CPUs anderer Hersteller wie AMD und ARM.

Der Fehler in der Speicherzuweisung im CPU-Cache kann unter Umständen dazu führen, dass private Informationen der Nutzer wie Passwörter kompromittiert werden. Nach Angaben von Browserherstellern kann ein Exploit auch über Javascript und aus der Ferne ausgelöst werden.

Besonders betroffen sind Cloud-Dienste, weil dort mehrere virtuelle Maschinen auf einer gemeinsamen Hardware laufen. Die großen Cloud-Anbieter haben aber bereits Patches eingespielt oder sind gerade dabei. Gerade bei rechenintensiven Operationen führen die Patches allerdings zu einem Performanceverlust von bis zu 30 Prozent. Für vergleichbare Leistung müssen Cloud-Kunden also bald mehr Zahlen, wenn die Anbieter selbst die Preise nicht anpassen.

Privatnutzer sollten alle angebotenen Patches für Betriebssysteme und Browser allerdings umgehend einspielen. Für die meisten alltäglichen Operationen hält sich der Leistungsverlust bislang in Grenzen. Benchmarks für Spiele und andere rechenintensive Anwendungen liegen bislang nicht vor. Unterdessen gibt es auch irreführende Werbung: Der Hersteller Avira verspricht einen Schutz vor Spectre und Meltdown – bietet allerdings dafür nur ein Programm an, das automatisch Updates einspielt.

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