Video: Wochenrückblick KW 38 2020 - Next Gen

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Zeit vom 12. bis zum 18. September 2020 fassen wir die wichtigsten Ereignisse der IT- und Technikwelt zusammen.

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Wochenrückblick KW 38 2020 - Next Gen

Playstation 5 ab 400 Euro

Sony hat den Preis und das Startdatum der Playstation 5 bekanntgegeben: Die Spielekonsole erscheint am 19. November 2020 in zwei Versionen. Die sogenannte Digital Edition kostet 400 Euro, das Modell mit Blu-ray-Laufwerk wird für 500 Euro angeboten. Zum Vergleich: Microsofts ebenfalls disklose und leistungsschwächere Xbox Series startet am 10. November für 300 Euro, die schnellere Xbox Series X mit Blu-ray-Schacht kommt am gleichen Tag für 500 Euro in den Handel.

Nvidia kauft ARM

Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat den Prozessor-IP-Entwickler ARM übernommen. Der Kauf ist mit 40 Milliarden US-Dollar der bisher größte im IT-Sektor. Nvidia will durch die Übernahme das Server-Geschäft stärken, wo bisher x86 statt ARM dominiert. Einstige Konkurrenten wie Broadcom, Huawei, Mediatek, NXP, Qualcomm und Samsung werden durch die Übernahme zu Kunden. Diese muss Nvidia nun davon überzeugen, dass die eigenen Absichten den Plänen der Partner nicht zuwiderlaufen.

Geforce RTX 3080 im Test

Wir haben in dieser Woche die Geforce RTX 3080 getestet. Die Nvidia-Grafikkarte basiert auf der Ampere-Technik und schlägt alle anderen Pixelbeschleuniger am Markt mit großem Abstand: Durchschnittlich ist sie fast doppelt so flott wie die günstigere Geforce RTX 2080, selbst die teurere Geforce RTX 2080 Ti wird um über ein Drittel überholt. Der Kühler der Geforce RTX 3080 ist erfreulich leise, obwohl er satte 320 Watt abführen muss. Für 700 Euro ist die Nvidia-Karte extrem schnell und dennoch vergleichsweise günstig.

Gut gebrüllt, Intel

Noch bevor erste Ultrabooks mit Intels neuen Tiger-Lake-Prozessoren in den Handel kommen, konnten wir ein Referenzdesign testen. Der Core i7-1185G7 mit vier Kernen und acht Threads erreicht dank verbesserter 10-nm-Fertigung fast 5 GHz und weist überdies eine sehr hohe Leistung pro Takt auf. In leicht parallelisierten Benchmarks liegt er vor AMDs achtkernigem Ryzen 7 4700U, einzig bei starkem Multithreading ist der Tiger-Chip langsamer. Noch offen ist, wie gut der Prozessor bei der Akkulaufzeit abschneidet.

Neues von Apple

Apple hat diese Woche eine neue Apple Watch, ein neues iPad und ein neues iPad Air vorgestellt. Überraschender als diese Hardware-Neuigkeiten war jedoch die Veröffentlichung von iOS 14, iPad OS 14, TV OS 14 und Watch OS 7 am Tag nach der Präsentation. iOS 14 bietet unter anderem eine Android-ähnliche App-Übersicht und verbesserte Widgets.

Möglicher Biomarker

Gibt es Leben auf der Venus? Ein Team hat in der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten Phosphin nachgewiesen. Woher die Wasserstoff-Phosphor-Verbindung kommt, ist unklar. Auf der Erde wird Phosphin industriell produziert oder von Mikroben erzeugt. Es kann also als Biomarker gelten. Die Bedingungen auf der Venus sind allerdings sehr lebensfeindlich.

EuGH stärkt Netzneutralität

Telekommunikationsanbieter dürfen den Datenverkehr im Internet nicht beliebig drosseln. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden und damit zwei Tarife eines Anbieters in Ungarn abgelehnt. Dieser hatte ein sogenanntes Zero Rating angeboten. Die von bestimmten Anbietern kostenlos übertragenen Inhalte wurden dabei bevorzugt behandelt. Auf deutsche Angebote hat das Urteil keine direkten Auswirkungen.

Das versunkene Rechenzentrum

Microsoft hat ein vor zwei Jahren in einer wasserdichten Kapsel versenktes Rechenzentrum wieder vom Grund des Meeres geborgen. Das Unternehmen sieht das Konzept als einen Erfolg an. Die natürliche Kühlung durch das Wasser und die trockene stickstoffhaltige Luft tragen anscheinend zu einer geringeren Ausfallrate der Server bei.

Java 15 erschienen

Die aktuelle Version 15 des OpenJDK verändert das Klassen-System und ermöglicht es festzulegen, welcher Code erben oder implementieren darf. Außerdem gibt es Hidden Classes, die nicht direkt verwendet werden können. Der Support für Solaris und Sparc wurde eingestellt.

Dubiose China-Datenbank

Die chinesische Firma Shenzhen Zhenhua soll in einer Datenbank detaillierte Informationen von Millionen Ausländern gesammelt haben. Politiker, Wissenschaftler, Diplomaten, Militärangehörige, Geschäftsleute, Ingenieure und Journalisten sollen betroffen sein. Der Zweck der Datenbank ist unklar. Die Firma weist Vorwürfe zurück, die Datenbank werde von Militärs und anderen staatlichen Stellen in China genutzt.

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