Video: Wochenrückblick KW 02 2021 - Cyber-CES

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Zeit vom 8. bis zum 15. Januar 2021 fassen wir die wichtigsten Ereignisse der IT- und Technikwelt zusammen.

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Wochenrückblick KW 02 2021 - Cyber-CES

CES: Neue Laptop-Hardware und TVs

Die CES 2021 ist vorbei, erstmals wurde die Messe aufgrund der weltweiten Coronapandemie rein virtuell abgehalten. Zu den Trends der diesjährigen CES gehören wie im Vorjahr Fernseher.
So hat LG beispielsweise einen 8K-Fernseher präsentiert, der mit 30.000 Mini-LEDs funktioniert. Auch seine transparenten OLEDs will das südkoreanische Unternehmen weiter ausbauen. Zudem hat LG einen Blick auf sein Smartphone mit aufrollbarem Display gewährt.
Samsung hingegen hat neue Modelle seiner Micro-LED-Reihe vorgestellt, die kleiner sind und sich daher eher an Consumer richten - vorausgesetzt, diese haben das nötige Kleingeld.

AMD, Intel und Nvidia haben auf der Elektronikmesse allerhand Chips für Laptops vorgestellt: Von AMD etwa kommen die Ryzen 5000. Dank acht Zen-3-Kernen rechnen die Prozessoren ein Fünftel schneller, zudem sind sie effizienter - das steigert die Akkulaufzeit. Intel wiederum hat Tiger-Lake-Quadcores auf 35 Watt hochgetrieben und neue Pentium sowie Celeron auf verbesserter Atom-Basis angekündigt.

Von Nvidia gibt es die Geforce RTX 3000 Mobile, verglichen zu ihren Desktop-Pendants rechnen diese aber langsamer, da Nvidia die thermische Verlustleistung teils drastisch verringern musste. Erste Notebooks mit der neuen Hardware werden schon ab Ende Januar 2021 in den Handel kommen.

IT-Konzerne gegen Trump

Nach dem Sturm auf das Kapitol durch Anhänger Donald Trumps geht die IT-Wirtschaft auf Distanz zum scheidenden US-Präsidenten. Nach Twitter und Facebook sperrte in dieser Woche auch Youtube den Kanal Trumps. Facebook erwägt nach dem Vorbild Twitters eine dauerhafte Sperrung seines Accounts. Darüber hinaus überarbeiten Amazon, Facebook, Google, Microsoft und weitere IT-Konzerne ihre Spendenpraxis für US-Politiker. Das betrifft vor allem Abgeordnete, die gegen die Bestätigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden gestimmt haben. Twitter-Chef Dorsey sieht in der Sperrung von Trumps Account einen "gefährlichen Präzedenzfall". Dennoch sei es die richtige Entscheidung gewesen.

Recht auf Software-Updates

Die Bundesregierung will Unternehmen wie Amazon und Ebay bei ihren Onlinemarktplätzen per Gesetz zu "wesentlichen Hinweispflichten" zwingen. Mit einem weiteren Gesetz sollen Anbieter digitaler Produkte zu "funktionserhaltenden" Aktualisierungen verpflichtet werden. Das gilt vor allem für Sicherheitsupdates.

Mächtig offen

Man nehme ein Assassin's Creed, schmeiße die Wikinger und Römer raus und stelle Sturmtruppen und Jedi rein: Ubisoft hat angekündigt, im Auftrag von Lucasfilm Games ein handlungsgetriebenes Open-World-Game im Universum von Star Wars zu entwickeln. Sehr viel mehr ist über das Projekt, das bei Massive Entertainment auf Basis der Snowdrop-Engine entsteht, noch nicht bekannt - hoffen wir mal, dass die Macht mit den Entwicklern ist.

Solare Neuheiten

Das Münchener Startup Sono Motors hat die zweite Prototyp-Generation seines Solarautos Sion präsentiert, die schon sehr nah an der Serienversion ist. Auffälligste Neuerung ist die Integration der Solarzellen in die Karosserie. Daneben zeigte das Startup einen Solarauflieger für Lkw. Die Solarzellen könnten beispielsweise ein Kühlaggregat mit Strom versorgen.

Passwort für Bitcoins vergessen

Ein in San Francisco lebender Programmierer hat das Passwort für sein Bitcoin-Wallet verloren. Das Passwort stand auf einem verlorengegangenen Zettel. Auf dem verschlüsselten Laufwerk sollen rund 7.000 Bitcoin gespeichert sein - umgerechnet etwa 200 Millionen Euro.

Darknet-Marktplatz ausgehoben

Ermittler aus Deutschland und anderen Ländern haben den nach eigenen Angaben wohl weltweit größten illegalen Marktplatz im Darknet ausgehoben und den mutmaßlichen Betreiber festgenommen. Die Plattform mit der Bezeichnung Darkmarket wurde am Montag geschlossen und deren Server abgeschaltet. Der Fahndungserfolg geht auf die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem sogenannten Cyberbunker an der Mosel zurück.

Preiserhöhung bei Netflix

Das vierte Mal in Folge hat Netflix auch dieses Jahr die Preise erhöht. Das Basisabo ist im Preis unverändert, bietet aber Inhalte nicht einmal in Full-HD-Auflösung. Wer Full-HD-Auflösung haben will, zahlt nun 12,99 Euro im Monat, für 4K-Auflösung werden 17,99 Euro monatlich fällig.

Datenleck bei Parler

Internetaktivisten konnten über ungeschützte Schnittstellen Daten der bei Rechtsextremen beliebten Plattform Parler auslesen. Insgesamt konnten die Aktivisten an 70 TByte Daten gelangen, darunter auch eigentlich gelöschte Inhalte.

Gegen Microsoft-Schulcloud

Microsoft oder Open Source für Baden-Württembergs Schulen? Darüber wird heftig gestritten. Die ohnehin sehr umstrittene Kultusministerin Susanne Eisenmann bevorzugt Microsofts Onlineangebote. Doch ein breites Bündnis fordert, stattdessen auf Open-Source-Lösungen zu setzen.

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