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Video: BMW i3s - Test

Er ist immer noch ein Hingucker: Der knallrote BWM i3s zieht die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich. Doch man muss sich mit dem Hinschauen beeilen. Denn das kleine Elektroauto der Münchner ist mit 185 PS ziemlich flott in der Stadt unterwegs.

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BMW i3s - Test

In 3,7 Sekunden beschleunigt der i3s aus dem Stand auf 60 Kilometer pro Stunde. Damit hängt er ohne lautes Aufheulen des Motors die meisten Verbrenner locker ab.

Ein akustischer Fußgängerschutz warnt die anderen Verkehrsteilnehmer vor dem lautlosen Flitzer. Allerdings ist die Funktion nur gegen Aufpreis erhältlich. Das gilt auch für viele andere nützliche Optionen, die den Kleinwagen zu einem teuren Vergnügen machen.

Allerdings ist der i3 über das BMW-System Connected-Drive gut vernetzt. Per App lässt sich beispielsweise der Ladezustand überwachen oder die Hupe betätigen. Selbst das Professional-Navi für 2.000 Euro hat keinen Touchscreen. Allerdings lassen sich über den sogenannten iDrive-Controller Wörter eingeben. Das funktioniert einigermaßen zuverlässig. In der Praxis dürfte es aber deutlich schneller gehen, ein Fahrtziel mit Hilfe der Spracherkennung festzulegen. Nach der erfolgreichen Eingabe erhält der Fahrer online Informationen zum Reiseziel. Sogar die Öffnungszeiten von Golem.de.

Über das Navigationssystem lassen sich Ladestationen in der Nähe schnell finden. Diese sind als Sonderziele hinterlegt. Die Angaben zu den Stationen enthalten Steckertypen und Öffnungszeiten. Der Vorteil beim BMW i3s: Gegen Aufpreis ist ein Drehstromlader verfügbar. Damit lässt sich an vielen Ladesäulen deutlich schneller aufladen als mit anderen Elektroautos.

Bei den Assistenzsystemen gibt es jedoch Abstriche. Der i3s verfügt nur über eine Frontkamera und nicht über Radarsensoren. Daher lässt sich der Stauassistent nur auf der Autobahn aktivieren. Dort funktioniert er bis zu einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde. Bei niedriger Geschwindigkeit lenkt das Auto selbst. Es stoppt automatisch und fährt wieder an.

Für einen Kleinwagen ist das Platzangebot auf den Vordersitzen völlig ausreichend. Hier macht sich die Besonderheit des Elektroautos bemerkbar. Unter der Motorhaube befindet sich nämlich kein Motor, sondern eine kleine Verstaumöglichkeit für die Ladekabel.

Ungewöhnlich ist der hintere Einstieg. Der i3s hat keine B-Säule, sondern die Türen öffnen sich nach hinten. Nicht besonders viel Platz gibt es im Kofferraum. Am Ende ist der flotte Flitzer eben doch ein Kleinwagen.

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