Video: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Video veröffentlicht am
Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Obwohl sie Pocket heist, ist sie alles andere als eine kleine Taschen-Knipse. Trotz der kompakten Bauweise liefert die Pocket Cinema Camera von Blackmagicdesign Videomaterial in Kinoqualität. Seit 2018 ist die Pocket-Linie des Herstellerst ein Liebling der Indiefilmer. Nun spendiert ihr Blackmagicdesign ein Update auf 6k. In der 2018er Version wurde noch ein Sensor im Micro-Four-Thirds-Format verbaut. Nun kommt ein größerer Sensor im Super35-Format zum Einsatz. Der Chip weist einen Dynamikumfang von 13 Blenstufen auf, sodass in der Postproduktion eine Menge Spielraum für die Nachbearbeitung bleibt. Videos können wahlweise im verlustbehafteten Apple-ProRes oder im visuell verlustfreien Blackmagic-RAW-Format aufgenommen werden. Zudem lässt sich die Kompresssionsrate in 4 Stufen eingestellen. Hier fällt auf: Das Menü der Pocket ist angenehm übersichtlich aufgebaut und lässt sich über den 5 Zoll LCD-Touchscreen gut bedienen. Wir vermissen jedoch eine Funktion zum Löschen der Aufnahmen. Die hohe Bildqualität des Sensors wird mit einem ebenso hohen Stromverbrauch erkauft. Der Body kann einen LP-E6-Akku beherbergen, der laut Herstellerangaben für 45 Minuten Drehzeit ausreichen soll. In unserem Test musste er allerdings schon nach 30 Minuten an die Ladestation. Wem das nicht reicht, der sollte über den Kauf des optional erhältlichen Batteriegriffes nachdenken. Dieser ermöglicht den Betrieb über 2 Akkus. Dank des mitgelieferte Netzteils kann die Kamera aber auch stationär betrieben werden. Als Speichermedium lassen sich sowohl SD, als auch Cfast-Karten verwenden. Für Aufnahmen ab 4k müssen es allerdings schon UHS-II-SD Karten oder Cfast 2.0 Karten sein. Alternativ dazu können auch externe Festplatten über USB-C als zur Speicherung herangezogen werden. Dank EF-Mount steht für den Dreh eine breite Palette an Objektiven zur Auswahl. Aufnahmen im RAW-Format bieten eine Menge Flexibilität in der Nachbearbeitung. Produktionen, die Wert auf Colorgrading legen, werden dieses Potential zu schätzen wissen. In unserem Fall drehten wir bei starkem Sonnenlicht. Trotz der hohen Dynamik konnten wir noch eine Menge Details in den Lichtern herausarbeiten. Um diese Bildqualität zu einem vergleichsweise günstigen Preis anbieten zu können streicht der Hersteller die Bildstabilisierung sowie einen Sucher. Der eingebaute Autofokus arbeitet langsam und unzuverlässig. Außerdem hinterlässt das Hartplastik-Gehäuse bei uns keinen hochwertigen Eindruck. Gut gefällt uns hingegen die False-Color-Darstellung. Optimal belichtete Hauttöne werden rosa eingefärbt, grün zeigt ein mittleres Grau an. Ebenfalls vorhanden: Fokuspeaking für bessere Schärfenkontrolle. Das erleichtert uns die Einschätzung der Aufnahmen. Die Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign ist eine hoch spezialisierte Kamera, die nicht für jede Produktion geeignet ist. Wer die Flexibilität der Aufnahmen für sich nutzen weiß, wird mit einer in diesem Preissegment konkurrenzlosen Bildqualität belohnt – muss aber auf Komfort verzichten.

rolitheone 30. Okt 2019 / Themenstart

Der Begriff DSLR/Spiegelreflexkamera als Synonym für "gute Kamera" schmerzt jedes mal...

amigo99 29. Okt 2019 / Themenstart

Also groß kann der technische Unterschied nicht sein, außer beim Preis und der Sensorgrö...

Kommentieren


Folgen Sie uns