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Video: Wochenrückblick KW 20 2018

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 12. bis 18. Mai 2018 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 20 2018

Fail bei Mails  

[Anmoderation] Ein Forscherteam hat eine ganze Reihe von Problemen bei der Verwendung verschlüsselter E-Mails entdeckt.  

[Bericht] Die E-Fail genannte Sicherheitslücke betrifft die E-Mail-Verschlüsselungsverfahren OpenPGP und S/MIME und lässt sich in zahlreichen E-Mail-Clients ausnutzen. Das Problem ist, dass diese Methoden Nachrichten ohne Authentifizierung verschlüsseln.

Einige Angriffe verwenden mehrteilige HTML-E-Mails, um entschlüsselte Daten an den Server des Angreifers zu schicken. Dabei wird eine E-Mail so umgestaltet, dass der HTML-Code eine Anfrage zu einem Server auslöst und den entschlüsselten Text der Mail mitschickt.

Laut den Entdeckern sind unüberschaubar viele weitere Angriffsszenarien möglich. Bislang gibt es keine echten Fixes und nur unzureichende Workarounds. Die Electronic Frontier Foundation empfiehlt daher, Mailverschlüsselung abzuschalten oder zu deinstallieren.

BGH-Urteil zu Dashcams  

Auch unerlaubte Videoaufnahmen mit einer sogenannten Auto-Dashcam dürfen vor Gericht verwendet werden. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Die Karlsruher Richter erklärten aber das permanente Aufzeichnen des Verkehrsgeschehens für unzulässig. Über die Verwendung der Aufnahmen als Beweismittel muss zudem im Einzelfall entschieden werden.

Sky-Hacker abgeschaltet  

Die Polizei ist gegen einen illegalen Anbieter des Pay-TV-Angebots von Sky und anderen aus Rosenheim vorgegangen. Über Card-Sharing-Server in Deutschland und im europäischen Ausland sowie manipulierte Receiver oder IPTV-Boxen wurde der Zugang zu den Programmen gewährt. Bisher konnten über 500 Kunden ermittelt werden, die die illegalen Dienste genutzt haben.

Netzspeicher von Tesla  

Tesla hat einen Netzspeicher in Belgien aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus 140 Akkumodulen, Powerpacks genannt. Der Speicher kann eine Leistung von 18,2 Megawatt bereitstellen und soll zur Netzstabilisierung genutzt werden. Bisher werden dafür unter anderem Gasturbinen eingesetzt.  

Oneplus 6 vorgestellt  

Oneplus hat sein neues Smartphone vorgestellt, das wieder durch starke Hardware bei einem verhältnismäßig niedrigen Preis auffällt. Das Oneplus 6 hat ein Gehäuse aus Metall, das Display hat eine Notch. Für das preiswerteste Modell will der Hersteller 520 Euro haben.

The Cleaners im Kino  

[Anmoderation] Seit Donnerstag läuft in ausgesuchten deutschen Kinos der Dokumentarfilm The Cleaners. Er blickt in die Gedankenwelt von Facebooks Sittenwächtern, die täglich Tausende gemeldete Inhalte löschen oder freigeben.  

[Bericht] Hinrichtungen, Terrorpropaganda, Fake-News und Kinderpornografie: Tausende gemeldete Beiträge jeden Tag müssen sich die Content-Moderatoren von Facebook ansehen und in Sekundenschnelle bewerten. Die deutschen Regisseure Moritz Riesewieck und Hans Block zeigen die Arbeitswelt dieser traumatisierten Menschen in ihrem Dokumentarfilm The Cleaners. Es ist ein 88-minütiges Kompendium erschreckender Beispiele für die fatalen Folgen außer Kontrolle geratener Algorithmen. Der Modus Operandi von Facebook, Google & Co.: Probleme einfach von externen Dienstleistern lösen lassen, ohne sich selbst mit den Ursachen zu beschäftigen. Obwohl die Regisseure am Ende selber keine Lösungsvorschläge parat haben, ist es ein wichtiger Film - und eine klare Empfehlung.  

Microsoft lernt Inklusion  

[Anmoderation] Microsoft hat einen Xbox-Controller für Menschen mit Bewegungseinschränkung entwickelt. Wir haben ihn in Redmond ausprobiert und waren positiv überrascht.  

  [Bericht] Aufwendige Bastellösungen sind nicht mehr nötig, wenn Menschen mit vorübergehender oder dauerhafter Bewegungseinschränkung auf der Xbox spielen möchten. Microsoft hat sich mit Inklusion beschäftigt und den Xbox Adaptive Controller designt. Er ist eine Art Basis, die mit fast allem Zubehör erweitert werden kann, das es derzeit auf dem Markt gibt. So kann es an viele spezielle Bedürfnisse angepasst werden. Die großen Tasten können sehr stark oder auch sehr schwach bedient werden - mit der Hand, mit dem Fuß oder auch mit dem Kopf. Das Gerät ist sehr gut durchdacht und wird 100 Euro kosten.    

Streamen statt stoppen?  

Es könnte sein, dass wir leistungsfähige Hardware künftig per Stream verwenden. Das Startup Blade setzt darauf mit seinem Angebot Shadow, bei dem Nutzer einen schnellen Rechner mit Windows 10 auf beliebige Bildschirme streamen, seien es alte Desktop-PCs oder um Smartphones. Das Konzept mag ungewohnt erscheinen, es hat aber Vorteile, wie sich auch beim Ausprobieren gezeigt hat: Es bietet Highend auch in der Hosentasche. ­

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