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Video: Wochenrückblick KW 50 2017

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 8. bis zum 15. Dezember 2017 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 50 2017

Herrje, BVG!  

[Anmod] Nicht nur wird im ÖPNV eine Regel angewendet, die es gar nicht gibt, die Berliner Verkehrsgesellschaft BVG speichert außerdem wieder Bewegungsdaten. Wir sind Bus gefahren.   

[Bericht:] Auf einen Leserhinweis hin haben wir uns die Fahrcard eines Kollegen ausgeliehen und sind in Berlin Bus gefahren. Dabei haben wir ordnungsgemäß die Karte ans Lesegerät gehalten. Das Ergebnis: Die letzten zehn Einträge werden auf der Karte gespeichert – auch ein Bewegungspunkt, den wir absichtlich am Straßenstrich gesetzt haben. Daraus lässt sich wohl problemlos ein Bewegungsprofil erstellen. Die BVG gibt auf Anfrage einem externen Dienstleister die Schuld, der die Funktion ohne Wissen der BVG wieder aktiviert haben soll. Das Thema könnte genauso viele Verkehrsbetriebe betreffen wie das Problem mit der 2-Minuten-Regel.  

Leserrückmeldungen haben gezeigt, dass nicht nur BVG und VBB oft eine Regel anwenden, nach der Handytickets zwei Minuten vor Abfahrt gekauft werden müssen. Damit soll verhindert werden, dass Tickets erst während einer Kontrolle nachgelöst werden. Die Regel existiert so aber gar nicht. Offenbar wurde ein Missverständnis bei vielen Kontrolleuren dadurch ausgelöst, dass in vielen Apps ein Counter neben dem Handyticket zwei Minuten zählt. Die Lösung wäre ein sekundengenaues Ticket, das leicht umgesetzt werden könnte.   

USA beerdigen Netzneutralität   

US-Provider dürfen künftig den Internettraffic nach eigenem Ermessen drosseln, blockieren oder gegen Bezahlung schneller transportieren. Die US-Regulierungsbehörde FCC hob am Donnerstag bislang gültige Regelungen zur Netzneutralität vollständig auf. Die Provider müssen ihre Kunden lediglich vorab darüber informieren.  

Groko verteidigt Vorratsdatenspeicherung   

Union und SPD im Bundestag wollen weder die Vorratsdatenspeicherung noch das Facebook-Gesetz ändern. Entsprechende Änderungsanträge von Linke, FDP und AfD wurden im Bundestag von Abgeordneten des früheren Regierungsbündnisses zurückgewiesen. In den Sondierungsgesprächen mit Grünen und FDP war die Union bei beiden Themen zu Kompromissen bereit. [Videomaterial zur Debatte gibt es auf den Seiten vom Bundestag.]    

Arbeiten auf 32 Zoll   

[Anm.:] LGs 32-Zoll-4K-Monitor ist schon auf dem Papier ein Alleskönner. Im Test hat uns das große Bild überzeugt, HDR hingegen oft nicht.   

[Bericht:] Der Monitpr mit dem sperrigen Namen LG 32UD99-W fällt durch seine vielen Funktionen direkt auf. Er löst in 4K bei 60 Hz auf. Das Bild sieht daher immer gestochen scharf aus. Ein Vorteil ist der viele Platz auf dem Windows-Desktop. In der mitgelieferten Software können wir diesen sogar in weitere virtuelle Areale einteilen oder im Bild-in-Bild-Modus mehrere verschiedene Bildsignale ausgeben. Für lange Texte eignet sich der Pivot-Modus. Allerdings lässt sich der Bildschirm nur vertikal neigen und in der Höhe verstellen.   

Die Ausleuchtung ist mit maximal 334 Candela pro Quadratmeter für Innenräume ausreichend gut, allerdings ein wenig ungleichmäßig. Der Monitor kann Inhalte mit HDR10 darstellen. In dafür optimierten Serien und Filmen sieht das teils sehr gut aus. In Spielen und der Windows-Oberfläche verfälschen sich die Farben aber. Daran ist aber nicht der Monitor schuld. HDR-Inhalte sind eben selten – das gilt auch für die 4K-Auflösung.  

Apple kauft Shazam   

Apple hat den Musikerkennungsdienst Shazam gekauft. Nach Informationen der Financial Times soll der Preis bei 400 Millionen US-Dollar gelegen haben. Shazam kann praktisch jeden Song identifizieren, indem ein paar Sekunden Ton aufgenommen werden.   

Bemannte Raumfahrt   

America kommt immer first: US-Präsident Donald Trump hat in dieser Woche die neue US-Weltraumdirektive unterzeichnet. Der genaue Inhalt ist noch nicht bekannt, aber Trump sagte, die USA wollten wieder zum Mond und anschließend zum Mars fliegen. Das US-Weltraumprogramm solle die gesamte Menschheit anführen und inspirieren.  

Robot-Angriff auf TLS   

[Anmod.:] Gemeinsam mit anderen Forschern hat Golem.de-Autor Hanno Böck entdeckt, dass ein fast 20 Jahre alter Angriff auf TLS immer noch funktioniert. Unter bestimmte Umständen kann damit der eigentlich verschlüsselte Traffic wieder entschlüsselt werden.   

[Bericht] Bereits im Jahr 1998 beschrieb der Kryptograph Daniel Bleichenbacher einen fatalen Angriff auf die RSA-Verschlüsselung in der Transportverschlüsselung TLS. Weil Gegenmaßnahmen nicht richtig umgesetzt werden, funktioniert er oft heute noch. Der Angriff, der als Robot bezeichnet wird, ermöglicht das nachträgliche Entschlüsseln mitgeschnittener Nachrichten, die eigentlich verschlüsselt sein sollten. Darüber hinaus lassen sich Nachrichten mit dem privaten Schlüssel des Servers signieren. Der Schlüssel selbst lässt sich aber nicht erhalten.   

Die einfachste Gegenmaßnahme ist der Verzicht auf die RSA-Verschlüsselung. Außerdem stehen für die meisten betroffenen Implementierungen Patches bereit. Es können aber auch Geräte angegriffen xwerden, die offiziell keine Updates mehr erhalten.      

  Zeppelin erkundet Pyramide  

Forscher aus Frankreich haben ein Luftschiff entwickelt, das Räume wie den kürzlich in der Cheops-Pyramide entdeckten Hohlraum erkunden kann: Der Blimp wird gefaltet und durch ein knapp 4 Zentimeter großes Loch in der Wand in die Kammer gebracht und mit Helium gefüllt. Dann kann er indem Raum umherfliegen und ihn erkunden.   

  Echt historisch   

Es gibt keine magischen Tränke, und auch sonst keine Magie - in Kingdom Come Deliverance sind wir in einer historisch weitgehend authentischen Mittelalterwelt unterwegs. Uns hat es richtig viel Spaß gemacht, in die Geschichte einzutauchen und den Tagesablauf im Kloster ebenso kennenzulernen wie Verfolgungsjagden hoch zu Ross bei der Verfolgung feindlicher Ritter.

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