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Video: Wochenrückblick KW 49 2017

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 2. bis zum 7. Dezember 2017 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 49 2017

Security kaputt  

[Anmoderation] In dieser Woche ging es um gleich zwei große Sicherheitslücken – bei Microsoft und Intel.   

Forscher haben auf der Sicherheitskonferenz Black Hat Europe seit Monaten angekündigte Details über den Intel ME-Hack gezeigt. Sie können Sicherheitslücken in der Management Engine moderner Intel CPUs auch dann ausnutzen, wenn diese eigentlich per Kill-Bit teilweise deaktiviert wurde. Ein Buffer Overflow ermöglicht dann, beliebigen Code auszuführen. Weil die Management Engine sehr grundlegender Bestandteil der Systemhierarchie ist, dürften Betriebssystem, Benutzer und auch Virenscanner davon in aller Regel nichts mitbekommen. Intel hat die Technik nach der ersten Ankündigung der Forscher selbst auf Sicherheitslücken untersucht und weitere Fehler in dem Minix-basierten Mini-Betriebssystem gefunden. 

Unterdessen zeigte Microsoft, dass auch ein großes Unternehmen mit Prozessen seine liebe Not haben kann. Nachdem ein Golem.de-Leser dort einen versehentlich veröffentlichten privaten Schlüssel für ein Cloudprodukt gemeldet hatte, geschah monatelang nichts. Nach einer Odyssee durch verschiedene Support-Teams empfahl Microsoft den Anruf bei der Marine Spill Response Corp – anstatt beim eigenen Sicherheitsteam. Der Leser wandte sich schließlich an Golem.de und meldete das Problem unter anderem Mozilla. Daraufhin wurde der Schlüssel schließlich zurückgezogen.  

Android, Android, Android   

Google hat die finale Version von Android 8.1 vorgestellt. Neu ist unter anderem eine Maschinenlern-Runtime. Außerdem hat das Unternehmen Android Go veröffentlicht, eine spezielle Android-Version für Geräte mit wenig Speicher.  

Honor präsentiert Smartphones   

Mit dem View 10 hat Honor ein neues Smartphone in Deutschland vorgestellt: Das Gerät ist nahezu baugleich zum Huawei Mate 10 Pro, mit einem Preis von 500 Euro aber deutlich günstiger. Außerdem hat das Unternehmen den Preis des Honor 7X bekanntgegeben: Das Smartphone mit 2-zu-1-Display kostet 300 Euro.       

  Lauschsprecher im Vergleich   

[Anmod.] Die Auswahl an smarten Lautsprechern wächst ständig. Neben Amazon und Google verkaufen auch andere Hersteller Geräte mit deren digitalen Assistenten Alexa und Google Assistant. Wir haben zwölf im Test verglichen.   

[Bericht] Unser Fazit: Das perfekte Gerät mit digitalem Assistenten ist nicht dabei. Nur bei Amazons Echo-Geräten waren wir mit der Leistung der Mikrofone zufrieden. Alle anderen smarten Lautsprecher müssen bei Umgebungsgeräuschen lauter angesprochen oder sogar angeschrien werden. Der Klang ist bei Onkyos G3 und Sonos' One am besten. Sie haben einen starken Bass und das Klangbild ist deutlich voluminöser als bei allen anderen Konkurrenten. Während der Onkyo-Lautsprecher alle Funktionen des Google Assistant unterstützt, muss sich der One-Käufer mit Beschränkungen bei Alexa abfinden. Die derzeit verfügbaren smarten Lautsprecher mit Akkubetrieb haben allesamt zu kurze Laufzeiten. Wer unbedingt trotzdem einen haben will, sollte den Link 20 von JBL nehmen: Er hat den besten Klang und ist insgesamt durchdachter als die Modelle Blast und Megablast von Ultimate Ears.  

Gefälschte E-Mails   

Ein Request for Comments aus dem Jahr 1992 und etwas Javascript ermöglichen es, E-Mails mit beliebigen Absenderadressen zu versenden, wie ein Mitarbeiter von Wires Sicherheitsteam herausgefunden hat. Betroffen sind zahlreiche bekannte Mailclients, nur einige von ihnen haben das Problem bislang mit einem Patch behoben.   

Neues von E-Autos   

VW hat einen elektrisch angetriebenen Kleinbus vorgestellt. Er hat eine Reichweite von über 300 km und wurde in nur 10 Monaten entwickelt. Deutlich schicker wird es bei Rolls Royce: Der britische Autohersteller entwickelt einen elektrischen Antriebsstrang für seine Luxuslimousinen. Konzernmutter BMW arbeitet an einem neuen Ladestandard, mit dem ein Autoakku in weniger als 15 Minuten geladen sein soll. Mercedes testet intensiv Elektroautos, allerdings nicht die eigenen: Mitarbeiter des Stuttgarter Automobilkonzerns hatten sich über die Autovermietung Sixt ein Tesla Model X ausgeliehen. Besonders gut behandelten sie das Fahrzeug dabei offensichtlich nicht: An dem Auto sollen Sachschaden von 15.000 Euro entstanden sein. Ein Notizzettel im Handschuhfach enthüllte, wer das Auto geliehen hatte.   

    Krieg und Halbfrieden  

  [Anmoderation] Amazon hat Streit mit Google. Dafür vertragen sich Apple und Amazon - zumindest ein bisschen.   

[Bericht] Ab Anfang kommenden Jahres will Google die Nutzung von Youtube auf allen Fire-TV-Geräten von Amazon unterbinden. Damit reagiert Google darauf, dass Amazon kürzlich Nest-Produkte aus dem Online-Kaufhaus verbannt hat. Auf Amazons Echo Show in den USA ist Youtube auch wieder blockiert. Für deutsche Kunden ändert das nichts, hier gibt es für den Echo Show noch kein Youtube. Bei Amazon und Apple hat sich der Zwist etwas verringert. Amazons Video-App ist erstmals für Apple TV erschienen und macht auf uns einen guten ersten Eindruck. Leider wird derzeit kein Mehrkanalton unterstützt und X-Ray-Informationen werden nicht angezeigt. Obwohl das Apple TV damit Amazons Videoinhalte abspielen kann, hält Amazon am Verkaufsbann für Apples Streamingbox fest.     

  Notebooks mit Windows 10 on ARM   

Asus und HP haben die ersten Notebooks mit Windows 10 on ARM angekündigt. Im Nova Go und im Envy x2 steckt ein Snapdragon 835 mit ARM- statt x86-Technik. Die Akkulaufzeit soll über 20 Stunden betragen. Qualcomm wiederum hat den Snapdragon 845 vorgestellt, der schneller und effizienter sein soll als sein Vorgänger. Der Chip dürfte unter anderem von Samsung im Galaxy S9 verwendet werden.    

  Telefrag statt Dauerfeuer   

In Doom VFR gibt es eine bessere Waffe als etwa den Raketenwerfer: uns selbst, nämlich indem wir uns per Teleport an die Stelle eines Monsters beamen - und ja, da gibt es nur dann Platz für uns. Im Test hat das trotz der ungewohnten Steuerung viel Spaß gemacht. Neben schnellen Reflexen ist erstaunlich viel Taktik bei den Kämpfen in einer kleinen Marsstation nötig.

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