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Video: Wochenrückblick KW 28 2019 - Strom oder kein Strom?

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 6. bis zum 12. Juli 2019 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 28 2019 - Strom oder kein Strom?

Strom oder kein Strom

Der Raspberry Pi 4 ist seit kurzem verfügbar und bringt bereits erste Probleme mit sich: Ein Bastler hat herausgefunden, dass der Pi nicht mit allen USB-C-Ladeadaptern funktioniert. Der Grund: Die Raspberry Pi Foundation hat zwei CC-Pins des Ports mit nur einem Widerstand verdrahtet. Einige aktive Kabel sehen den Minirechner als Audiogerät an und liefern daher keine Leistung. Ein Google-Entwickler hat dieses Vorgehen kritisiert und wundert sich, warum Hersteller ständig solche Fehler machen. Schließlich sei der Schaltplan für USB Typ-C frei verfügbar und müsse nur kopiert werden. Die Raspberry Foundation gesteht ihren Fehler ein. Künftige Chargen des Raspberry Pi 4 sollen korrekt verdrahtet sein.

Elektroautos als Sackgasse

In den vergangenen Monaten haben sich viele Studien kritisch mit batteriebetriebenen Elektroautos auseinandergesetzt. Golem.de ist der Frage nachgegangen, ob die Elektromobilität wirklich ein Irrweg ist. Kritisiert wird häufig der hohe Ausstoß von Kohlendioxid bei der Batterieproduktion. Die Gewinnung von Lithium in den Anden soll nicht umweltfreundlich sein. Bei genauerer Analyse verschiedener Studien zeigt sich aber: Oft stimmen einige Grundannahmen nicht. Die meisten Institutionen bescheinigen dem Elektroauto eine bessere CO2-Bilanz als den Verbrennern. Lithium lässt sich durchaus ressourcenschonend abbauen. Allerdings können Elektroautos nicht die Umwelt retten und die städtischen Verkehrsprobleme lösen. Sie können aber den Verzicht auf fossile Brennstoffe beschleunigen. Die Vorteile überwiegen insgesamt die ökologischen Nachteile. Der höhere Preis und die geringere Reichweite bleiben aber vorerst bestehen.

AMD 7-nm-CPUs/GPUs

AMD hat am 7. Juli seine 7-nm-Chips vorgestellt, die Ryzen-3000-Prozessoren und die Radeon-RX-5700-Grafikkarten. Die neuen CPUs haben bis zu 12 Kerne und zeigen eine exzellente Performance bei geringer Leistungsaufnahme: Der Ryzen 9 3900X für 530 Euro ist der schnellste Mainstream-Desktop-Chip und selbst der achtkernige Ryzen 7 3700X für 350 Euro schlägt Intels Core i9-9900K. AMD hat die Gaming- und die Singlethread-Performance drastisch verbessert, bei Multithreading waren schon die Vorgänger-CPUs stark. Die Radeon RX 5700 XT für 420 Euro und die Radeon RX 5700 für 370 Euro treten gegen Nvidias Geforce RTX Super an: Die Geschwindigkeit ist konkurrenzfähig, die Leistungsaufnahme etwas höher. Beide Karten unterstützen kein hardwarebeschleunigtes Raytracing, kosten aber jeweils 50 Euro weniger als ihre Nvidia-Pendants.

DSGVO-Strafen in Großbritannien

Laxer Umgang mit Daten und deren Sicherheit kann mit der Datenschutzgrundverordnung teuer werden. Die britische Datenschutzbehörde verlangt von British Airways und der Hotelkette Marriott Strafzahlungen in Millionenhöhe.

Kein Office 365

Mit der Einstellung der Deutschland-Cloud von Microsoft darf auch Office 365 nicht mehr an den hiesigen Schulen verwendet werden. Ein Zugriff durch Dritte könne nicht ausgeschlossen werden, warnt der hessische Datenschutzbeauftragte. Ein weiteres Problem sei die Übertragung von Telemetriedaten.

Neue Macbooks

Apple hat das Macbook Air aktualisiert: Das Ultrabook erhält ein True-Tone-Display und kostet nun 1.250 Euro statt 1.350 Euro. Das 12-Zoll-Macbook hingegen lässt Apple auslaufen, es war ohnehin seit 2015 praktisch nicht überarbeitet worden. Auch das Macbook Pro ohne Touchbar gibt es nicht mehr, dafür einen 13-Zöller für weiterhin 1.500 Euro mit nun vier statt zwei CPU-Kernen. Bei allen Modellen gilt: Größere SSDs kosten deutlich weniger als bisher, zudem bekommen alle neuen Notebooks kostenlos die Tastatur getauscht, sollte sie Probleme machen.

Switch Ahoi

Der Bildschirm ist kleiner, der Akku hält länger und sie ist leichter: Nintendo hat die Lite vorgestellt, eine Mobile-Only-Version der bislang erhältlichen Switch. Das ab September 2019 erhältliche Handheld lässt sich nicht an einen Fernseher anschließen, kleine Unterschiede gibt es bei der Bedienung, so dass nicht alle Switch-Spiele mit der Lite kompatibel sind - die wichtigen aber schon.

iPad OS im Test

Mit iPad OS hat Apple erstmals eine Version von iOS nur für seine Tablets vorgestellt. Die erste öffentliche Betaversion macht in unserem Test einen guten Eindruck, besonders die neuen Gesten sowie das verbesserte Multitasking. Auch zahlreiche Nachlässigkeiten der vergangenen Jahre behebt Apple: So können wir beispielsweise auf externe Speichermedien vollständig zugreifen.

Neuer Asteroid

Astronomen haben einen etwa einen Kilometer großen Asteroiden entdeckt, der innerhalb der Erdbahn um die Sonne kreist. Sein sonnennächster Punkt befindet sich innerhalb der Bahn des Merkur, der fernste hinter der Venus. Asteroiden von dieser Größe zu entdecken ist ungewöhnlich - die meisten sind bekannt. Dass 2019 LF6 erst jetzt entdeckt wurde, liegt mutmaßlich daran, dass seine Bahn gegenüber der der Planeten stark geneigt ist.

Furchtbar allein

Eine junge Frau ganz allein in einer überfluteten Stadt, dazu gibt's Monster und merkwürdige Geister: Das ist die Ausgangslage in Sea of Solitude. Beim Test haben wir aber rasch gemerkt, dass wir es nicht dem üblichen Horror zu tun haben. Stattdessen spielt das von einem Berliner Studio entwickelte Indiegame mit unseren Emotionen und Ängsten - manchmal allerdings fast etwas zu bemüht, wo weniger vielleicht mehr gewesen wäre.

Weniger ist auch mehr beim Wochenrückblick - wir verabschieden uns bis zur zweiten Augustwoche in die Sommerpause.

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