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Video: Wochenrückblick KW 27 2018

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 30. Juni bis 6. Juli 2018 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 27 2018

Leistungsschutzrecht aufgeschoben

[Anmoderation] Der Streit über Uploadfilter und Leistungsschutzrecht geht in die Verlängerung. Das Europaparlament will bis September über neue Vorschläge zur Urheberrechtsreform diskutieren.

[Bericht] Etappensieg für Netzaktivisten, Verbraucherschützer und die Wikipedia: Das Europaparlament hat am Donnerstag die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts für Presseverlage abgelehnt. Auch sogenannte Uploadfilter für Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten erhielten keine Mehrheit. Vor zwei Wochen hatte der federführende Rechtsausschuss noch für die Pläne gestimmt. Doch die Entscheidung hat nur aufschiebende Wirkung. Über beide Konzepte stimmen die Abgeordneten nach der Sommerpause im September ein weiteres Mal ab. Bis dahin müssen Kompromisse gefunden werden, die eine Mehrheit im Parlament finden.

Microsoft spendet an Openstreetmap

Microsofts hauseigener Kartenanbieter Bing hat rund 125 Millionen Gebäudeumrisse an die Openstreetmap gespendet. Entstanden sind die Daten vollkommen automatisiert dank Machine-Learning aus Satellitenbildern.

Tesla verliert Führungskräfte

Zwei wichtige Führungskräfte im technischen Bereich verlassen Tesla: der Chefingenieur und der IT-Chef. Unklar ist, ob Doug Field freiwillig geht. Er ist verantwortlich für die Entwicklung und Produktion und hatte eine Auszeit genommen, nachdem Unternehmensschef Elon Musk persönlich die Leitung der Produktion des Model 3 übernommen hatte. Entlassen wurde IT-Chef Gary Clark, offiziell aufgrund einer Reorganisation. Einen Nachfolger gibt es offenbar nicht.

App-Anbieter lesen Gmail-Post

[Anmoderation] Nutzer geben Drittanbietern wohl sehr häufig Zugriff auf ihr Gmail-Postfach. Die Firmen werten dann einem Bericht zufolge millionenfach E-Mails aus. [Bericht] Google bietet Drittanbietern die Möglichkeit, auf Gmail-Postfächer zuzugreifen. Nutzer müssen dem zustimmen, was offenbar häufig passiert, etwa bei der Nutzung von kostenlosen Mail-Diensten wie automatischen Reiseplanern oder Preisvergleichsportalen. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge werten manche der Drittfirmen die Nachrichten vollautomatisch aus, andere lassen ihre Mitarbeiter von Hand in E-Mails schauen, etwa um die eigene Software zu trainieren. Google hat in einer Stellungnahme die Möglichkeit der Mailauswertung für Drittanbieter bestätigt, betont aber, dass Google selbst keine E-Mails analysiert. Über einen Sicherheitscheck können Nutzer prüfen, welche Freigaben sie erteilt haben, und sie abschalten.

Clownsschminke überlistet Gesichtserkennung

Schminke mit starken Kontrasten kann automatische Gesichtserkennungssysteme im öffentlichen Raum aushebeln. Das hat ein US-Computersicherheitsexperte anhand der Gesichtsbemalung von Fans der US-Rap-Gruppe Insane Clown Posse gezeigt, die sich Juggalos nennen.

Sparkasse bringt Mobile-Payment

Ab dem 30. Juli können Sparkassenkunden mit ihrem Smartphone kontaktlos bezahlen. Zum Zahlen mit der Mobile-Payment-App reicht die Girokarte, eine Kreditkarte ist nicht notwendig.

Klingelbeutel mit NFC

Künftig sollen Kirchenbesucher auch ohne Bargeld spenden können: Die Evangelische Kirche in der Oberlausitz hat einen Klingelbeutel mit eingebautem kontaktlosen Kartenterminal vorgestellt.

Elektrische Rollschuhe

Das US-Unternehmen Segway hat selbstbalancierende Rollschuhe entwickelt. Sie haben je nur ein Rad, das von einem Elektromotor angetrieben wird, und nutzen das gleiche Balancesystem wie die großen Segways. Die Rollschuhe sollen in Kürze auf den Markt kommen.

Informatik als Pflichtfach

Schweizer Schulen führen zum Jahr 2022 Informatik als Pflichtfach ein. Dort soll ein grundlegendes Programmierverständnis, Netzwerktechnik und gesellschaftliche Aspekte der Informatik vermittelt werden.

Leise Überschallflüge

Die Nasa testet ab Herbst in Texas eine Flugtechnik, die leise Überschallflüge ermöglichen soll. Statt des lauten Überschallknalls sollen nur leise Plopps zu hören sein. Die Nasa wird Anwohner befragen, ob sie den Lärm für akzeptabel halten.

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