Video: Wochenrückblick KW 39 2020 - Alles ausverkauft!

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Zeit vom 19. bis zum 25. September 2020 fassen wir die wichtigsten Ereignisse der IT- und Technikwelt zusammen.

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Wochenrückblick KW 39 2020 - Alles ausverkauft!

Automatisch ausverkauft

Wer die neueste Hardware will, braucht Geld - und Tempo. Das haben in den vergangenen Tagen alle gemerkt, die die Xbox Series X, die Playstation 5 oder eine Geforce RTX 3080 haben wollten. Kaum dass die Geräte oder die Grafikkarte online verfügbar waren, waren sie auch schon ausverkauft - teils nach wenigen Sekunden. Nach Angaben von Nvidia liegt das nicht nur am starken Interesse der Kunden, sondern auch an Bots - die im Auftrag von Wiederverkäufern so viele Exemplare der RTX 3080 orderten wie möglich, um die Hardware dann mit sattem Aufpreis über andere Kanäle zu verhökern. Ähnlich war das auch bei den neuen Konsolen zu beobachten. Bei der Xbox Series X gab es dann noch ein zweites Phänomen: Offenbar orderten nicht wenige Kunden statt der Xbox Series X die Xbox One X - bei den vielen X kann man sich aber auch leicht mal vertun.

Neues von der Ignite

Microsoft hat auf seiner Ignite-Konferenz diverse Neuerungen vorgestellt. So ist geplant, den Edge-Browser für Linux im Oktober zu bringen. Außerdem wird Teams um Funktionen wie Breakout-Sessions und Low-Code-Editoren erweitert. Microsoft verkauft die 85-Zoll-Version des Surface Hub 2S und Cortana wird in Outlook E-Mails vorlesen können. Trotz des Fokus auf Abomodelle und Cloud-Angebote: Auch ein lokal installierbarer Nachfolger von Office 2019 und ein neuer Exchange Server sind in Arbeit.

Zoff um Tesla-Fabrik

Bei einer öffentlichen Erörterung haben Anwohner und Naturschützer ihren Unmut über den Bau der neuen Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin zum Ausdruck gebracht. Bedenken gibt es vor allem wegen der möglichen Auswirkungen auf die Wasserversorgung und das Verkehrsaufkommen in der Region. Verärgert zeigten sich die etwa 100 angereisten Anwender darüber, dass der Bau der Fabrik trotz fehlender Genehmigung bereits weit fortgeschritten ist. Grundsätzliche Fragen zur Elektromobilität waren jedoch nicht Gegenstand der Erörterung. Zu diesem Thema kündigte der Tesla-Chef auf dem sogenannten Battery Day neue Fortschritte bei der Akkuproduktion an. Demnach will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren die Kosten der Akkus halbieren und deren Produktion in den kommenden zehn Jahren deutlich steigern. Einen Wunderakku stellte Tesla jedoch nicht vor. Der Fokus liegt in der Verbesserung der gesamten Kette von Produktionsabläufen, von den Rohstoffen aus dem Bergbau bis zum fertigen Akku im Auto.

Geforce RTX 3090 im Test

Titan drin, aber kein Titan drauf: Wir haben die Geforce RTX 3090 getestet, die Nvidia als den Nachfolger der Titan RTX positioniert. Verglichen zum Vorgänger gibt es ein paar Shader-Einheiten mehr, vor allem aber 24 GByte statt 10 GByte Videospeicher. Bei Spielen in 4K ist das egal, bei 8K-Gaming hingegen macht es sich bemerkbar, sofern denn die Rohleistung überhaupt ausreicht. Paradedisziplin der Grafikkarte sind mittelgroße Render- oder Video-Projekte, welche die 24 GByte ausnutzen. Das lässt sich Nvidia mit 1.500 Euro statt 700 Euro allerdings auch fürstlich bezahlen.

Neue Echo-Lautsprecher

Amazon hat vier neue Echo-Lautsprecher vorgestellt. Bei allen Modellen setzt Amazon auf ein Kugeldesign, mit dem sich die Klangqualität verbessern soll. Der neue Echo Show 10 hat als Besonderheit ein Display, das sich dorthin dreht, wo gesprochen wird.

Neues iPad lohnt sich

Das neue iPad 8 konnte uns im Test überzeugen: Das Tablet gehört im Preisbereich von unter 400 Euro wieder zu den besten Tablets am Markt. Interessant sind auch die Neuerungen von iPad OS 14: Besonders der Apple Pencil bekommt einige neue Möglichkeiten, wie etwa das Schreiben in Textfeldern.

Neuer Elektro-VW

VW hat ein neue Elektroauto vorgestellt: Der ID.4 ist ein SUV, das auf der MEB-Plattform basiert. Das Fahrzeug hat einen 150 kW starken Antrieb und soll eine Reichweite von rund 520 km haben. Der ID.4 soll noch in diesem Jahr in zwei Varianten auf den Markt kommen, die 50.000 Euro und 60.000 Euro kosten werden.

Blizzard die Zweite

Wenn jemand ein neues Blizzard aufbauen kann, dann Mike Morhaime - schließlich hat er das erste Blizzard gegründet und jahrelang erfolgreich geleitet. Nun hat Morhaime in Kalifornien ein neues Entwicklerstudio namens Dreamhaven vorgestellt. In den beiden Teams arbeiten erfahrene Designer, Programmierer und Grafiker von Blizzard und anderen Studios. Konkrete Spiele haben Morhaime und seine Mitarbeiter noch nicht vorgestellt.

Regierung beschließt Personenkennziffer

Trotz starker Kritik hat die Bundesregierung die Nutzung der Steuer-ID als neue Bürgernummer beschlossen. Auf diese Weise sollen 51 Behördenregister die Basisdaten von Bürgern zuverlässiger pflegen können. Mit Hilfe eines Datencockpits sollen Bürger den Datentransfer kontrollieren können. Ein Bundestagsgutachten zweifelt jedoch an der Verfassungsmäßigkeit der neuen Regelungen.

Fernseher verhindert ADSL

Ein gestörter alter Fernseher hat über 18 Monate die ADSL-Internetzugänge im ganzen britischen Dorf Aberhosan und Nachbargemeinden massiv gestört, ohne dass der Besitzer dies wusste. Mit Glasfaser wäre das nicht passiert.

IT-Konzernen droht Zerschlagung

EU-Digitalkommissar Thierry Breton will die neuen Vorgaben für IT-Konzerne in der EU mit scharfen Sanktionen durchsetzen. Wenn ein Unternehmen die Auflagen trotz entsprechender Aufforderungen nicht umsetze, könne dieses am Ende zerschlagen werden, sagte er.

Mit Ryzen-Chip ganz vorn

Mit AMD-Renoir-Chip ist das Thinkpad T14s in unserem Test eines der besten Geräte des Herstellers. Die Leistung kann in Büroarbeiten und weniger anspruchsvollen Spielen überzeugen. Auch gefällt uns die exzellente Tastatur und die sehr gute Verarbeitungsqualität. Weniger gut finden wir den verlöteten DDR4-Arbeitsspeicher.

MS-Doom

Microsoft hat den Spieleentwickler Bethesda für 7,5 Milliarden US-Dollar gekauft - inklusive Entwicklerstudios wie id Software. Durch den Deal gehören unter anderem Fallout, The Elder Scrolls, Doom und Quake künftig zu Microsoft. Nur wenige Tage später gibt es eine erste praktische Auswirkung: Doom Eternal ist ab dem 1. Oktober im Spieleabo Xbox Game Pass enthalten.

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