Der Informatiker Joseph Weizenbaum träumte, er Moderator in einer Science-Show wäre und malte sich aus, welches Markenzeichen er dann hätte. Seine Idee: Er würde ganz leise sprechen.
Natürlich spielt der Computer eine wichtige Rolle im Imperialismus, aber die Verbreitung hätte auch ohne ihn stattgefunden, höchstens langsamer, sagte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum in einem Interview für den preisgekrönten Dokumentarfilm "Weizenbaum. Rebel at work".
Bevor die Maschinen und Computer richtig mit dem Menschen kommunizieren können, sollten die Menschen vielleicht erst einmal aufeinander hören. Dafür gab der Informatiker Joseph Weizenbaum in einem Interview für den Dokumentarfilm "Rebel at Work" ein einleuchtendes Beispiel.
Joseph Weizenbaum machte einen Versuch mit einem Übersetzer. Er sollte den Satz übersetzen: "A woman without a man is like a fish without a bicycle". Der Mann kam ins Stocken. Um zu übersetzen, müsse man verstehen, sagte der Informatiker in einem Interview für den Dokumentarfilm "Rebel at Work.
Joseph Weizenbaum bringt sich vor der Kamera in Stellung und zieht seine Uniform an, einen gelben Rollkragenpullunder. Im Film Rebel at Work von Peter Haas und Silvia Holzinger gibt der Informatiker und Gesellschaftdkritiker tiefe Einblicke in sein Leben und Denken.
Der Informatiker Joseph Weizenbaum erklärt in einem Interview für den preisgekrönten Dokumentarfilm "Rebel at work" , warum er seine Gesellschaftskritik am Computer festmacht.
Der Computer hat Türen geöffnet, von denen wir nicht wussten, dass sie überhaupt existieren. Die Räume die dahinter liegen sollte der Mensch verantwortungsvoll nutzen, meinte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum.
Sollen wir mit der Wissenschaft aufhören? Nein, sagte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum, aber nicht alles, was vermarktet werden kann, sollte sofort umgesetzt werden. Langsam und abwägend sollte die Wissenschaft sein.
Joseph Weizenbaum sagte, dass der Computer den Kapitalismus gefestigt habe. Er sei zur rechten Zeit gekommen, um andere Systeme in den Hintergrund zu drängen.
Major Florian Pfaff verweigerte im Dienst der Bundeswehr den Gehorsam und arbeitete nicht an einer Software weiter, weil er sie für nicht vertretbar hielt. Zunächst verurteilt wegen Befehlsverweigerung, gewann er später den Prozess am Bundesverwaltungsgericht in Karlsruhe. Jeder einzelne - auch jeder Informatiker - solle im Kriegsfall auch den Dienst verweigern, sagte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum.
Informatiker haben kein Recht sich bei der Politik zu beschweren, wenn diese einen Krieg anzetteln. Ohne die Mithilfe der Informatik wäre es gar nicht möglich einen Krieg zu führen, meint Joseph Weizenbaum.
Programme werden undurchschaubar, weil die Autorenschaft verlorengeht. Es seien zu viele Köche, die im Brei rührten, sagte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum in einem Internview für den Film "Rebel at Work".
Joseph Weizenbaum erzählt eine kleine Anekdote zur Überzeichnung der Wissenschaft. Einstein, der in der Synagoge sprechen soll, fällt einfach kein Thema ein, dass er für eine Rede in einer Synagoge passend fände.
Joseph Weizenbaum wünscht sich, dass es weniger "zwanghafte Programmierer" geben sollte. Unter dem Begriff versteht er jemanden, der unreflektiert seine Arbeit tut - rein maschinell.
Der Horizont des Wissen und des Wahrnehmens hat sich in den letzten 100 Jahren massiv erweitert, sagte Joseph Weizenbaum 2006. Er sah eine kleine Hoffnung, das zu nutzen.
Joseph Weizenbaum gibt sich vorsichtig optimistisch: Vielleicht wird aus den Inseln der Vernunft irgendwann ein Kontinent.
Das Zukunftsszenario des 2008 verstorbenen Informatikers Joseph Weizenbaums war düster. Wir hätten den Punkt zum Umkehren verpasst, die Klimakatastrophe werde ganze Länder verschlingen und die Kinder in "höllischem Zustand" leben müssen, sagte er einem Interview für den Dokumentarfilm "Rebel at Work".
Naturwissenschaft grenzt sich gegen andere, fremde Wahrheiten ab. Diese werden als unwissenschaftlich abgetan, meinte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum.
Nie zuvor hätten Wissenschaft und Technik so rasante Fortschritte gemacht, sagt Joseph Weizenbaum. Schlecht sei aber, dass sie nicht wüssten, wo ihre Reise hingehe.
Wissenschaft dreht sich um sich selbst: Sie baut schöne und kohärente Theorien, die aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben, konstatierte der Informatiker Joseph Weizenbaum in einem Interview für den Dokumentarfilm "Rebel at Work".
In ihrem E-Book "Kann man denn davon leben?" erklären Silvia Holzinger und Peter Haas, wie man ohne Filmförderung, Produzenten oder ein Studio einen Dokumentarfilm über den Computerpionier Joseph Weizenbaum dreht und damit fünf Jahre lang seinen Lebensunterhalt finanziert.
"Weizenbaum. Rebel at Work" ist ein Filmporträt über den im Frühjahr 2008 gestorbenen Computerpionier Joseph Weizenbaum. Gedreht wurde der Dokumentarfilm von Silvia Holzinger und Peter Haas.
Traum vom ewigen Leben durch technischen Fortschritt und radikale Ablehnung von Technik - zwischen diesen beiden Extrempositionen spannt der Filmemacher Jens Schanze seine Dokumentation Plug & Pray.
Der Trailer zum Film über den am 5. März 2008 verstorbenen Computerpionier und Informatiker Joseph Weizenbaum.