13.07.2011 / 12:10

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HP Touchpad - Test

Das HP Touchpad kommt mit Web OS 3.0 auf den Markt und liegt in der gleichen Preisklasse wie Apples iPad. Im Test von Golem.de offenbart es seine Stärken und Schwächen.

 

Video: HP Touchpad - Test (3:41)

Das Touchpad von HP gibt es bislang in zwei Varianten: mit 16 und 32 GByte Speicher.

Es ist in etwa so groß wie das iPad, aber deutlich dicker. Das Touchpad hat ebenfalls ein 10 Zoll Display und eine Auflösung von 1024 mal 768 Pixel.

Neben einem Micro-USB-Anschluss bietet das Tablet lediglich noch den An- und Ausschalter sowie einen Wippschalter für die Lautstärkeregelung. An der Seite ist noch ein funktionsloser Slot, der in späteren Versionen SIM- und Micro-SD-Karten aufnehmen soll. Per Wlan und Bluetooth verbindet sich das Tablet mit der Außenwelt, UMTS fehlt.

Auf der Vorderseite befindet sich eine Kamera für Video-Telefonie sowie der Homebutton, über den geöffnete Anwendungen minimiert werden. Alle anderen Befehle - wie das Öffnen der Kontextmenüs - werden über den Touchscreen gehandhabt. Der in WebOS Smartphones vorhandene Gestenbreiech fehlt dem Touchpad.

Minimierte Anwendungen erscheinen als Karteikarten, die gruppiert werden können. In der Schnellstartleiste lassen sich oft benötigte Anwendungen ablegen. Maximal fünf Anwendungen können dort platziert werden, obwohl selbst im Hochformat noch genügend Platz wäre.

Anwendungen werden in dem entsprechenden Menü nach vier Kriterien automatisch sortiert. Die Favoritenliste ist für beliebige Verknüpfungen da.

Ein paar Anwendungen aus HPs App Catalog für WebOS-Smartphones stehen auch für das Touchpad zur Verfügung. Diese können allerdings oft nur mit dem Mojo-Emulator gestartet werden und lassen sich nicht auf die volle Auflösung skalieren. Die Anzahl der Apps ist noch stark begrenzt.

Einige Anwendungen starten langsam, andere reagieren träge. Mit Word-Dokumenten und PDF-Dateien kommt die Quickoffice genannte Anwendung klar, Openoffice-Dateien konnte sie nicht öffnen. Funktionen zum Bearbeiten von Office-Dateien fehlen. Der Browser reagiert zügig. Das Gerät spielt Web- und 1080p-Videos flüssig ab.

Das Layout der E-Mail-Anwendung wurde an den größeren Bildschirm angepasst. Er bietet übersichtliche, dreispaltige Ansicht. Die einzelnen Spalten können ein- und ausgeblendet werden.

Die Universalsuche ist konfigurierbar und kann auf bestimmte Webdienste ausgeweitet oder für andere Funktionen deaktiviert werden. Die Tastatur bietet eine Zahlenreihe ohne Umschalten. Zudem kann sie vergrößert oder verkleinert werden.

In WebOS kann auch auf weitere Dienste zugegriffen werden, etwa einen Google-Account oder Facebook. Wie auf den WebOS-Smartphones werden bestimmte Einstellungen, etwa installierte Apps und Zugangsinformationen in der HP-Cloud gesichert.

Fazit:

Das Touchpad wirkt neben Apples iPad 2 etwas klobig. Es ist exakt so teuer wie das aktuelle iOS-Tablet, so dass sich Käufer bei einem Neukauf wohl eher für das Tablet des Marktführers entscheiden werden. Das Touchpad-Display ist zwar gut, allerdings scheint das Betriebssystem nicht auf den verwendeten Zweikern-Prozessor angepasst zu sein - es reagiert oft einfach zu träge. WebOS 3.0 macht einen guten Eindruck, hat insgesamt allerdings noch zu viele Macken.

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