07.02.2012 / 14:00

Video

Kingdoms of Amalur Reckoning - Test

Kingdoms of Amalur: Reckoning soll den Beginn einer Serie von Spielen darstellen, die alle vom selben Fantasy-Universum handeln. Golem.de lobt im Testvideo das zugängliche Kampfsystem der Electronic-Arts-Produktion, vermisst aber eine spannend erzählte Geschichte und Mehrspielermodi.

 

Video: Kingdoms of Amalur Reckoning - Test (4:39)

Sprechtext:

Tot auf einer Bahre liegend - so leblos beginnt der Held im Fantasy-Rollenspiel Kingdoms of Amalur: Reckoning sein Abenteuer. Während zwei Zwerge die Leiche begutachten, bestimmt der Spieler Aussehen und Namen der Hauptfigur. Kurz darauf wird sie von einem mysteriösen Seelenquell ins Reich der Lebenden zurückgeholt.

Es folgt eine überstürzte Flucht und die Erkenntnis, dass der Protagonist Teil einer wichtigen Prophezeiung ist. Seine Reise soll das Schicksal von Amalur bestimmen.

So tiefgreifend wie in Dragon Age oder Fable sind die Entscheidungen des Spielers aber nicht. Dialogoptionen beschränken sich meist darauf, Aufträge anzunehmen oder auf später zu verschieben. Der Eindruck, eine eigene Geschichte zu formen, kommt so nicht auf.

Der rote Faden einer Haupthandlung geht im Wirrwarr zahlreicher NPC-Auftraggeber ohnehin schnell verloren. Unzählige Nebenquests verlangen simple Botengänge und Sammelaufgaben, wie sie in der Häufigkeit vorwiegend in Onlinespielen vorkommen.

Sobald der Spieler die alles verbindende Oberwelt betritt, fühlt er sich durchgehend wie in einem MMO - nur eben ohne Mitspieler. Passend dazu sieht Amalur grafisch wie eine etwas erwachsen gestaltete Kopie der World-of-Warcraft-Spielwelt Azeroth aus. Einige Höhlen mit leuchtenden Pflanzen und manche Zaubereffekte sind hübsch anzusehen. Auf kurze Distanz aufpoppende Grafikdetails stören das Gesamtbild aber nachträglich.

Im Gegensatz zur linearen Geschichte bietet die Charakterentwicklung in Reckoning große Freiheit. Spieler müssen sich zu Anfang nicht auf eine bestimmte Klasse festlegen, sondern können ihren Helden bei jedem Levelaufstieg beliebig weiterbilden. Selbst wer sich viele Stunden darauf konzentriert, ein mächtiger Magier zu werden, kann sich jederzeit noch zu einem starken Nahkämpfer entwickeln. Die Fertigkeitenbäume der drei Grundkategorien Zauberkraft, Raffinesse und Macht sind umfangreich.

Gefundene Waffen und Rüstungsteile sind direkt am Charakter sichtbar. Fast jeder besiegte Gegner lässt zur Belohnung Gold und Gegenstände fallen. Spieler können Objekte schon beim Aufheben mit der aktuellen Ausrüstung komfortabel vergleichen. Im Inventar sorgt die Plunderkiste für Übersicht. Dorthin verschieben Spieler alles, was sie selber nicht brauchen und einfach nur verkaufen wollen.

Der wohl größte Unterschied zwischen Reckoning und ähnlichen Rollenspielen ist das komplett in Echtzeit ablaufende Kampfsystem. Die direkte Steuerung der Angriffe funktioniert sehr gut und ist deutlich flotter als rundenbasierte Varianten. Dank seiner flüssigen Animationen schlägt Kingdoms of Amalur in diesem Bereich sogar Skyrim, dessen Spielfiguren im Kampf nur unbeholfen durcheinanderschlagen.

Die Kombination zweier gleichzeitig auswählbarer Waffen und zusätzlicher Zauber bietet taktische Möglichkeiten, die man aber nur selten ausreizen muss. Simple Angriffe und gekonntes Ausweichen führen meistens schon zum Erfolg. In brenzligen Situationen hilft ein Spezialangriff, der durch getötete Gegner aufgeladen wird. Dieser verlangsamt Feinde und ermöglicht den Gewinn zusätzlicher Erfahrungspunkte über einfaches Knöpfchendrücken.

Fazit

Kingdoms of Amalur: Reckoning wirkt über weite Strecken so, als hätte es ein MMO werden sollen. Und tatsächlich entwickelt 38 Studios bereits ein Onlinerollenspiel mit dem Arbeitstitel Copernicus im gleichen Universum.

Ohne Mehrspielermodus ist die Welt aber zu leblos. Da die Handlung für einen Solotitel nicht packend genug erzählt wird, läuft der Spieler häufig gelangweilt durch grafisch eher schlicht präsentierte Wälder, Wüsten und Sümpfe. Die Dialoge sind mit vielen Namen und Informationen gefüllt, nicht aber mit fesselnden Geschichten.

Das direkte Kampfsystem sticht dagegen positiv hervor. So dynamisch wie hier schlagen, schießen und zaubern Spieler in keinem anderen aktuellen Rollenspiel.

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Trantüte 09. Feb 2012

"Gschmacksach" hot de Aff gsacht als er in die Seef gbisse hot. ;)

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