25.07.2012 / 14:46

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Mac OS X Mountain Lion - Test

Apple führt die Fusion von iOS und Mac OS vor. Mit Mountain Lion wird vor allem die iCloud für das Desktop-Betriebssystem wichtiger. Im Test analysieren wir aber auch die vielen anderen kleinen Neuerungen.

 

Video: Mac OS X Mountain Lion - Test (3:41)

Sprechtext

Mac OS und iOS vereinen sich

Mit Mountain Lion, zu deutsch Berglöwe, hat Apple die mittlerweile neunte Version von OS X veröffentlicht. Die neue Version erinnert an vielen Stellen an Apples mobiles Betriebssystem iOS. So gibt es jetzt auch am Desktop eine Mitteilungszentrale, die beispielsweise neue E-Mails, Kalendereinträge oder Tweets anzeigt.

Ebenfalls von iOS bekannt sind das Gamecenter und die Erinnerungsanwendung. Letztere ist mit Apples iCloud verbunden, die für das neue Mac OS wichtiger geworden ist.

Viele Anwendungen können ihre Daten nun im Netz ablegen. iCloud ist aber nicht als Festplattenspeicher im Netz zu verstehen, denn sie gilt nur für einzelne Anwendungen. So kann der Nutzer in der Vorschau etwa Bilder in der iCloud ablegen. Über den Finder oder andere Grafikprogramme kommt er aber nicht an diese Daten. Ähnlich sieht es bei Textanwendungen aus. Zwar sichert Apple Dokumente beispielsweise mit Textedit in der iCloud, Pages kann diese aber nicht sehen.

Anwendungen müssen für die iCloud angepasst werden, sonst fehlt diese als Speicherort. Konsistent ist das System aber nicht. So speichert Safari zwar Bookmarks und Tabs in der iCloud ab. Wer aber Webseiten oder ein PDF speichern möchte, kann diese Daten nicht auf direktem Weg in der iCloud sichern, um sie auch anderen Geräten zugänglich zu machen.

In den Systemeinstellungen gibt es eine Übersicht aller gespeicherten Daten. Dort können sie gelöscht werden. Eine Möglichkeit Daten hochzuladen oder gar ein Backup durchzuführen gibt es hier nicht. Die iCloud ist damit vergleichsweise kompliziert in der Handhabung.

Viel hat Apple auch an einzelnen Anwendungen optimiert. So kann sich der Nutzer nun über eine Geste eine neue Tab-Übersicht in Safari anzeigen lassen und so bequem zwischen den Webseiten hin - und her wischen. Außerdem wurde die Suche in die Adressleiste integriert. Praktisch ist beispielsweise die neue Fortschrittsanzeige direkt im Finder oder die Möglichkeit, Dokumenten direkt einen neuen Namen zu geben.

Das soziale Netzwerk Twitter wird nun direkt in den Systemeinstellungen eingerichtet. Ein simpler Knopfdruck in Safari ermöglicht das Teilen von Inhalten.

Komplett neu ist die iMessage-Anwendung, die iChat ersetzt. Damit kann der Nutzer nur noch mit dem Apple-eigenen Dienst kommunizieren und so beispielsweise Nachrichten an iPhone- und iPad-Nutzer schicken. Außerdem ist es möglich, Texte auch zu diktieren. Eine praktische Funktion, die Apple vom iPad mit Retina-Display übernimmt.

Macbooks und iMacs können jetzt auch Videos an Apple-TV senden. iTunes beherrscht diese Funktion, der Quicktime-Player hingegen nicht. Als Alternative steht das Spiegeln des Desktops per Airplay bereit. Das ist allerdings nur aktuellen Macs der Jahre 2011 und 2012 vorbehalten. Einmal über die Menubar aktiviert, steht der gesamte Bildschirminhalt mit kaum sichtbarem Qualitätsverlust auf einem externen Display zur Verfügung. Das funktioniert auch mit Filmen. Selbst über das WLAN kommt es nur selten zu Aussetzern bei der Datenübertragung.

Auch Spiele können per Airplay übertragen werden. Die Zeitverzögerung ist für schnelle Spiele wie Diablo 3 aber zu hoch. Außerdem kann, wegen der hohen Belastung der Grafikkarte, nicht mit hohen Grafikeinstellungen gespielt werden. Wer die Effekte hochsetzt, muss, wie hier zu sehen, mit häufigen Aussetzer bei der Bildübertragung rechnen.

Fazit

Mit Mac OS 10.8 alias Mountain Lion ändert sich gar nicht so viel. Die iCloud ist wichtiger geworden, bekannte Funktionen von iOS gibt es jetzt auch auf Macbooks und iMacs. Vor allem wurden Kleinigkeiten verbessert. Dass die iCloud in der Bedienung so kompliziert ist und nicht zusätzlich als einfaches Laufwerk zur Verfügung steht, ist ärgerlich.

Sehr praktisch ist die Unterstützung von Airplay unter Mac OS. So kann der Nutzer nun auch mit Abspielsoftware wie dem Videolan-Player Filme auf einem Fernseher per Apple TV ausgeben.

Die 16 Euro, die die Aktualisierung auf das neue Betriebssystem kostet, ist Mountain Lion wert - vor allem für Anwender, die mehr als ein Gerät von Apple haben und so nicht ständig manuell synchronisieren müssen.

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MacGT 25. Aug 2012

Wo denn? Nein, es hat viele Features eingebaut, die definitiv rein gehören aber zuerst...

Martian 30. Jul 2012

wird immer noch OS Ten und nicht Mac OS X gesprochen. Ich glaube das "Mac" ist schon vor...

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